Frau an Haltestelle überfallen
Behinderter Mann unter Verdacht: Er soll eine 20-Jährige verletzt haben. Der Täter ging auf einer Bushaltestelle auf die Frau los. Die Weststeirerin wehrte sich verzweifelt und konnte dem Angreifer schließlich entkommen.

Foto © Kanizaj/Sujet
"Meine arme Tochter hat um ihr Leben gekämpft", ist eine Weststeirerin entsetzt. "Mehrere Autos sind vorbeigefahren, aber keiner hat eingegriffen. Es macht mich wirklich sehr traurig, dass die Menschen einfach wegschauen."
Dabei müssen es dramatische Szenen gewesen sein, die sich nachts gegen 21.15 Uhr an einer Bushaltestelle im weststeirischen Krottendorf abspielten. Die 20-jährige Tochter der Frau wartete dort auf den Firmenbus. "Sie saß auf der Bank, hat ein Buch gelesen", berichtet die Mutter. Plötzlich packte ein junger Mann den Kopf der jungen Frau. "Er hat ihr den Mund zugehalten und den Kopf mit voller Gewalt zur Seite gedreht, als ob er ihr das Genick abdrehen wollte."
Opfer und Täter stürzten zu Boden, der Täter kniete sich auf die 20-Jährige, die sich verzweifelt wehrte - und schließlich dem Angreifer entkommen konnte. Dieser war von der Polizei rasch ausgeforscht.
Es war ein geistig behinderter junger Mann, der laut Mutter amtsbekannt sein soll. Unklar ist derzeit noch sein Tatmotiv. Obwohl der Überfall sich bereits am 13. Juni ereignete, konnte bisher nicht geklärt werden, was der Mann von der 20-Jährigen wollte.
"Unsere Ermittlungen laufen noch", berichtet ein Beamter der Polizei Söding, die den Fall übernommen hat. Die 20-Jährige erlitt nicht nur einen Schock, sie wurde bei dem Angriff auch verletzt.













