Entwarnung nach Einsturz von Mühle: Keiner verschüttet
Nach dem Einsturz einer alten Mühle am Sonntag in der Weststeiermark ist am Abend die Suche nach möglichen Verschütteten eingestellt worden. Zuvor war noch befürchtet worden, es könnten sich spielende Kinder in der Mühle aufgehalten haben.
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Die Suche nach einem verschütteten Kind löste Sonntagnachmittag mitten in Bärnbach einen Großeinsatz für Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz und Rettungshundebrigade aus. Aus rund 50 Metern Entfernung hatte Markus Strohmayer beobachtet, wie die abbruchreife Leitner-Mühle einstürzte. "Ich habe nur eine Staubwolke gesehen. Plötzlich ist ein Bub herausgerannt und an mir vorbeigelaufen", berichtet der Augenzeuge. Um 15.39 Uhr alarmierte der Zeuge die Feuerwehr. Von dem Buben, der 12 bis 14 Jahre alt sein soll und mit einem roten Leibchen und kurzer Hose bekleidet war, fehlt aber jede Spur.
Auch Kevin Krenn wurde gemeinsam mit einem Freund Augenzeuge, wie die Mühle in sich zusammenstürzte. "Ich habe es laut kleppern gehört und dann ist die ganze Hütte eingebrochen", schildert der Weststeirer. Weil die Einsatzkräfte davon ausgingen, dass der Bub nicht alleine in dem verfallenen Gebäude gespielt hatte, wurde eine Suche nach möglichen Verschütteten eingeleitet. Zwischenzeitlich befürchtete man sogar, dass mehrere Personen unter den Trümmern verschüttet sein könnten.
Wärmebildkamera
42 Feuerwehrleute aus Bärnbach und Köflach suchten die Trümmer ab, aber auch der Einsatz einer Wärmebildkamera brachte keinen Erfolg. Weil drei speziell für Erdbebeneinsätze ausgebildete Trümmerhunde der Österreichischen Rettungshundebrigade, Bezirksstelle Voitsberg, beim Abschnüffeln des Gebäudes aber anschlugen, wurde die Suche ausgedehnt.
Deshalb begannen die Helfer, mit dem Kranwagen der FF Köflach die Ziegel des eingestürzten Dachstuhles abzudecken und die Trümmer wegzuräumen. Zusätzlich wurde von der FF Eibiswald eine Spezialkamera angefordert. Die Suche ging aber nur schleppend voran.
Suche abgebrochen
Bis zum Abend hatten sich die Eltern des unbekannten Buben, der aus dem einstürzenden Gebäude geflüchtet war, noch nicht bei der Polizei gemeldet. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche abgebrochen.
Laut Anrainern hätten sich immer wieder Kinder und Jugendliche in der alten Mühle, die nur dürftig mit einem knapp einen Meter hohen Drahtzaun gesichert ist, aufgehalten. Die Gemeinde wollte die abbruchreife Leitner-Mühle samt baufälligem Sägewerk schon vor knapp 15 Jahren erwerben. Damals sei man mit der Besitzerin schon vor einer Einigung gestanden. Weil ein Teil des Grundstücks an Stölzle Oberglas gehen sollte und die Gemeinde auf dem Rest Parkplätze für Veranstaltungen errichten wollte, soll die Besitzerin dem Verkauf nicht zugestimmt haben.















