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    Zuletzt aktualisiert: 14.04.2012 um 20:30 UhrKommentare

    Stoppelzieher und Almgraupen

    Im Heimatmuseum Hirschegg wird dank Erich Kiedl und Georg Dirnberger der alten bäuerlichen Welt wieder Leben eingehaucht.

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    Hadern hilft Haus'n" - nach dem "Weststeirischen Wörterbuch" heißt das übersetzt "Trotz schwierigster Bedingungen muss man gut haushalten" - dieser Spruch zieht sich wie ein Leitfaden durch das Heimatmuseum von Hirschegg. "Hadern", also sparsamst wirtschaften, war in den vergangenen Jahrhunderten bei einem Großteil der Bevölkerung bittere Notwendigkeit - ganz besonders im bäuerlichen Bereich, draußen in den kleinen Bergdörfern. Man war Selbstversorger, alles, was man zum Leben brauchte, wurde in der eigenen Landwirtschaft angebaut oder erzeugt. Bargeld war kaum vorhanden. Deshalb wurde nichts weggeworfen, es wurde repariert, solange irgendwie möglich. Jedes kaputte Teil konnte man wieder zum Anfertigen eines neuen Werkzeuges oder für die Reparatur eines anderen hernehmen.

    Und darin waren die Hirschegger Meister, wie ein Besuch im Dorfmuseum in der Nähe der Pfarrkirche zeigt. Erich Kiedl, er war gemeinsam mit Georg Dirnberger maßgeblich am Aufbau der Sammlung beteiligt, kennt zu jedem Stück die Herkunft. Und auch den Zweck kann er immer erklären: "Wir Älteren", so der 70-jährige Pensionist, "sind ja damit aufgewachsen und haben alle noch mit diesem Werkzeug gearbeitet."

    Geschichtliches Allerlei

    Da gibt es beispielsweise einen Stoppel-Zieher für Mostfässer oder einen Rechen zum Sammeln der Almgraupen. "Die Graupen hat man als vorbeugende Medizin genommen und vor allem zum Saufüttern verwendet", erzählt er. Man findet Türschlösser, komplett aus Holz gefertigt, einen Butterkübel zum Stoßen der Butter, "den hatte man in Kriegszeiten in Gebrauch, der war leichter zum Verstecken". Ebenfalls in der Sammlung zu finden sind primitivste Ski, nach einem Bruch mit Blech zusammengenagelt samt eigens angefertigten Bindungen. Oder ein Schlitten, "auf dem bin ich noch selbst zur Schule gefahren. Damit er besser fährt haben wir aus dem Blech der Schuhcremedosen Streifen geschnitten und auf die Kufen genagelt", fährt Kiedl fort, um dann bei einer riesigen Zugsäge zu erklären, dass man beim Umschneiden von Lärchenbäumen Petroleum auf das Sägeblatt träufelte. Die Säge war dann trotz des zähen Lärchenpeches leichter zu ziehen.

    Berührend sind auch die Kinderschuhe. Richtige Böcke, genagelt, die Sohlen aus Holz, der Schuh aus minderwertigem Leder, das sofort durch und durch nass war. Und die durften meist nur sonntags zum Kirchgang getragen werden. Stundenlang könnte man zuhören, wenn Kiedl und Dirnberger auch noch in das nebenan liegende Roßknecht-Zimmer führen. Ein einfach eingerichtetes Stüberl - urig, heimelig und gemütlich. Das Heimatmuseum. Ein Ort, an dem die bäuerliche Welt von einst für einige Zeit wieder Gestalt annimmt.

    KARL MAYER

    Museumsinfo

    Das Heimatmuseum in der Nähe der Hirschegger Dorfkirche ist ganzjährig zu besichtigen.

    Anmeldungen sind bei Erich Kiedl (03141) 20028 und Herbert Dirnberger (03141) 2342 telefonisch möglich.

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