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    Zuletzt aktualisiert: 11.03.2012 um 22:05 UhrKommentare

    Es ist keine Frage der Größe

    In der Privatsammlung von Walter Mulej gibt es Besonderheiten der Vor- und Frühgeschichte.

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    Es kommt nicht immer auf die Größe an. Denn damit könnte die vor- und frühgeschichtliche Sammlung von Walter Mulej nicht punkten. Die Privatsammlung in Köflach besticht vielmehr durch ihre besonderen Fundstücke und die liebevolle Präsentation, aufgrund welcher die Sammlung auch vom Land Steiermark für Schulen als besuchenswert empfohlen wird. Darüber freut sich Mulej sehr: "Ich führe sehr gerne Schulklassen. Für mich ist es ein schönes Gefühl, wenn ich den Kindern die Funde und ihre Zusammenhänge, wie die Arbeitsweise mit den Geräten und Werkzeugen erklären kann", so der Sammler.

    Jahrzehnte hindurch betätigte er sich als äußerst erfolgreicher Hobby-Archäologe. Die Entdeckung einer Reihe von historischen Fundorten, wie der Dietenberg bei Ligist, wo er auf eine keltische Siedlung stieß, oder für die Geschichtsforschung bedeutende Funde vom Franziskanerkogel und Zigöllerkogel gehen unter anderen auch auf seine Aktivitäten zurück.

    Sensationelles Rollsiegel

    "Und ich habe über meine Funde und Entdeckungen immer das Joanneum in Graz verständigt" erinnert sich der Hobbyarchäologe. So auch bei seinem wohl sensationellsten Fund, einem kupferzeitlichen Rollsiegel vom Dietenberg. "Damals war es das einzige Rollsiegel aus dieser Epoche, welches unbeschädigt ausgegraben wurde. Lediglich die Hälfte eines ähnlichen Rollsiegels wurde in Albanien gefunden" erinnert er sich.

    Im Jahre 1985 mietete Walter Mulej schließlich zwei Räume an, um darin sein Privatmuseum unterzubringen. Eine Reihe von historischen Funden aus dem Bezirk und darüber hinaus hat er in Vitrinen angeordnet, beschriftet und durch Zeichnungen und Fotografien ergänzt. Auch dem Bergbau unserer Region ist ein Abschnitt gewidmet.

    Wie kommt man als Glasarbeiter dazu, die Geschichte der engeren Heimat durch Grabungen selbst zu erforschen? "Mich hat als Schulbub schon die Bezeichnung Heidentempel für eine Höhle gestört," sagt er. "Wer waren bitte die Heiden?" Und so begann Mulej zu graben. Im Bereich der Höhlen, nicht im Inneren. "Denn im Inneren der Höhlen wurde lediglich geschlafen, aber in der Umgebung der Öffnung gearbeitet. Dort gab es Tageslicht."

    So förderte der Köflacher die faszinierendsten Gegenstände aus den unterschiedlichsten Epochen - von der Steinzeit über die Bronze- bis zur Römerzeit - zutage. Ob Feuersteinklingen, keltische Pflugscharen, römerzeitliches Glas oder auch die Schädelknochen eines Höhlenbären aus der Gegend von Mixnitz.

    Auf die Frage nach seinem Lieblingsstück lacht Walter Mulej: "Was ein echter Sammler ist, der kennt kein Lieblingsstück." Für ihn habe wirklich jeder einzelne Fund seinen besonderen Stellenwert.

    Aber dann holt Mulej doch ein schön gearbeitetes kleines Kupferbeil hervor. "Es stammt von einer Höhle am Zigöllerkogel", erklärt er. "Und meiner Meinung nach diente es zu Repräsentationszwecken. Weil es so wunderbar ausgeführt und ohne Arbeitsspuren ist." Es kommt eben nicht auf die Größe an.

    KARL MAYER

    FAKTEN

    Vor- und frühgeschichtliche Sammlung, Kautschitzstraße 2, 8580 Köflach

    Sehenswert: ein kufperzeitliches Rollsiegel, Feuersteinklingen, Schädelknochen, uvm.

    Besucherinfo: Zu besichtigen ist die Sammlung nur nach Vereinbarung. Telefonische Anfragen unter 0650 - 000 66 38.

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