Tierschutz in der Schule
Kinder erfahren im Tierschutzunterricht, wie sie selbst dazu beitragen können, Tiere zu schützen und artgerecht zu behandeln.
Pelztiere, Massentierhaltung, Tierversuche und Zirkus sind Themen, die im Schulalltag kaum Platz finden. Umso mehr dafür im Tierschutzunterricht, der zum Beispiel kürzlich in der Volksschule in Södingberg stattfand.
"Wie wir Menschen haben Tiere ein Recht auf Leben, auf Freiheit und auf Unversehrtheit", so Martin Walzl, Tierschutzlehrer und Obmann vom "Verein für Tierschutzunterricht". Dort haben es sich Pädagogen und Tierschützer zur Aufgabe gemacht, diese Rechte Kindern und Jugendlichen bewusst zu machen und aufzuzeigen, was jeder Einzelne verändern kann. Mit dem Ziel, junge Menschen für die individuellen Bedürfnisse anderer Lebewesen zu sensibilisieren. Das kann beispielsweise bei der Kleidung anfangen: "Kein Kind muss, um nicht zu erfrieren, eine Daunenjacke tragen", erklärt Walzl. "Das Traurige ist die Nichtinformation, wobei es nicht um Zahlen geht, sondern um das individuelle Leid. Es geht darum, dass ein Tier ein fühlendes Wesen ist."
Tier-Mensch-Beziehung
Nicht zuletzt bei den eigenen Vierbeinern sollen sich die Kinder fragen: "Was macht Freiheit aus und welche Bedürfnisse haben die Tiere?" Die Tier-Mensch-Beziehung steht dabei an erster Stelle. "In der Tierwelt gibt es genauso soziales Verhalten, eine Grenze zwischen Mensch und Tier gibt es nicht", so der Pädagoge. Die Pädagogen vom "Verein für Tierschutzunterricht", sind in Schulen in der Steiermark, in Kärnten und dem südlichen Burgenland unterwegs, wobei es den Lehrern obliegt, wie sie den Stundenablauf gestalten: "Wir versuchen, Themen wie Tod und Leid altersadäquat aufzuzeigen. Wir wollen betroffen machen, aber nicht schockieren", erklärt Walzl, dem es wichtig ist, "einen Keim zu setzen".
Schulen können Tierschutzlehrer unter 0316/58 13 20 oder 0680/55 56 706 anfordern.













