Rutschgefahr mit ganz hohem Spaßfaktor
14 Mal wird man im Bezirk Voitsberg aufs Glatteis geführt. Warum das auch bei Tiefsttemperaturen nicht ungesund ist, erklärt Sportmediziner Klaus Wölkart.

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Spät, aber doch hat Väterchen Frost auch bei uns Einzug gehalten. Und mit den Minusgraden haben nun auch die Eismeister auf den diversen Eislaufplätzen Hochsaison. Sie zaubern, nachdem sie den Schnee entfernt haben, jene spiegelglatten Flächen, auf denen die Eisläufer ihre Kurven ziehen, Hockeyspieler dem Puck nachjagen und Stockschützen die Daube aufs Korn nehmen.
Viel Freude mit dem Eis haben natürlich die Kinder und mit ihnen die Eltern. Ist doch das Eislaufen eine relativ günstige Sportart. Die meisten Eislaufplätze - und davon gibt es in unserem Bezirk eine ganze Reihe (siehe rechts) - können den ganzen Tag über kostenlos benutzt werden. Beinahe in jeder Gemeinde gibt es Anlagen, oft betreut von Vereinen oder Privatinitiativen, auf denen man sich vergnügen kann. Und die Sportstätten sind meist in unmittelbarer Nähe.
Eisschützenvereine
Zum Eissport gehört natürlich auch das Stockschießen. Zählen doch die Eisschützen zu den mitgliederstärksten Sportverbänden im Lande. Neben den sportlichen Bewerben erfreut sich das sogenannte Knödelschießen wieder großer Beliebtheit. Hier stehen vor allem der Spaß und die Geselligkeit im Vordergrund. Nach einem Nachmittag an der frischen Luft schmeckt dann ein köstliches Schweinsbratl mit Kraut und Knödl ganz besonders. Vor allem dann, wenn es der Verlierer bezahlen muss.
Die eisigen Minustemperaturen sind übrigens keine Ausrede für Sportmuffel, wie Sportmediziner Klaus Wölkart aus Köflach betont. "Wenn man entsprechend ausgerüstet ist, kann man sich ohne Probleme auch bei Minustemperaturen im Freien bewegen", spricht er das Tragen von Handschuhen, Haube und entsprechenden Schuhen an. Vorsichtig sollte man nur bei starkem Wind oder hoher Feinstaubbelastung sein. "Das kann auf die Bronchien gehen und zu Atemwegsinfekten führen."
Aufwärmphase
Was man auch bedenken sollte ist eine gewisse Aufwärmphase. Also nicht gleich mit dem Hockeyschläger aufs Eis düsen. "Man sollte sich vorher zehn bis fünfzehn Minuten aufwärmen. Also einfach ein paar gemütliche Runden am Eis drehen", sagt Wölkart. Dann stehe dem Spaß auf dem Eis (in der mittlerweile weiß verschneiten Kulisse) nichts im Wege.
Wie lange man sich im Freien aufhalten soll, dafür gibt es keine medizinische Zeitangabe. "Wenn man jedoch sieht, das Nasenspitzen oder Ohrläppchen weiß werden, ist es Zeit ins Warme zu gehen", so Wölkart. Auch Schmerzen bei den Zehen oder völlige Gefühlslosigkeit an genannten Körperteilen sind ein Zeichen, dass eine Unterkühlung einsetzt. Der Sportmediziner betont: "Da muss aber jeder individuell auf seinen Körper hören."
Und der sagt an einem sonnigen, wenn auch kalten Wintertag, automatisch: Raus ins Freie und rauf aufs Eis!
















