Viel für das Leben gelernt
Als Maturaprojekt wollten Schüler der HAK Voitsberg eine Plattform aller Sozialeinrichtungen im Bezirk gestalten. Aber das Land war schneller.

Foto © Heike KruschDas Maturateam: Dominik Lesky, Philipp Schadenbauer, Martin Hiebl, Patrick Burgstaller und Daniela Popa
Keiner kann entkommen. In der Maturaklasse muss jeder Schüler der HAK Voitsberg ein Projekt mit einem hiesigen Unternehmen gestalten. Daniela Popa, Dominik Lesky, Philipp Schadenbauer, Martin Hiebl und Patrick Burgstaller wollten die Bezirkshauptmannschaft unterstützen. "Auf deren Anregung hin wollten wir eine Homepage gestalten, auf der alle sozialen Einrichtungen des Bezirks aufgelistet sind", erklärt Sprecher Lesky. "Inklusive Beschreibung der Einrichtung, Kontaktdaten und allem, was dazugehört." Eine Serviceseite für den ganzen Bezirk.
Bei gut 50 Einrichtungen hatten die Jugendlichen da ganz schön viel zu tun. "Weil wir manche Einrichtungen mehrmals anschreiben mussten, bis endlich eine Antwort kam", landeten die Schüler bei ihren Recherchen schnell in der Realität. "Und weil wir uns auch inhaltlich einarbeiten mussten", so Popa. "Wir hatten ja vorher noch nie etwas mit Sozialeinrichtungen zu tun."
Ernüchterung
Ein Netzwerktreffen und mehrere Besuche bei Tagen der Offenen Tür später kam dann die Ernüchterung. "Als die Homepage fast fertig war, erhielten wir einen Anruf von der Bezirkshauptmannschaft", sagt Lesky. Während nämlich die Schüler an ihrem Projekt arbeiteten, hatte auch das Land Steiermark mit den Recherchen für einen Sozialserver (den es in dieser Form schon einmal gegeben hat) begonnen. Die aktualisierten Daten sollen demnächst online gehen.
Die Homepage der Schüler wird hingegen ein reines Maturaprojekt bleiben. Weil eine Doppelung natürlich nicht gewünscht wird. "Enttäuscht ist man da schon", meint Lesky. "Aber gelernt haben wir dennoch viel." Über das Sozialwesen an sich, über die technischen Details einer Homepage und "vor allem ganz viel für das Leben."















