Ein Auge auf den Verkehr
Beim Fuchswirt-Kreisverkehr südlich von Deutschlandsberg wurde das Lichtkunstprojekt Sonnenauge offiziell "eingeschaltet".

Foto © PrivatDer Grazer Künstler Werner Schimpl realisierte das "Sonnenauge"
Tausende weststeirische Autofahrer haben sich längst an den Anblick gewöhnt. Viele haben das Kunstwerk inmitten des Kreisverkehrs bei der so genannten Fuchswirtkreuzung südlich von Deutschlandsberg auch lieb gewonnen. Die Rede ist vom Lichtkunstprojekt "Sonnenauge" des Grazer Künstlers Werner Schimpl. Gestern wurde die mehr als zwölf Meter hohe Installation schließlich offiziell eröffnet.
"An diesem Ort soll 24 Stunden die Sonne scheinen", erklärt Werner Schimpl, der das Projekt vor 27 Monaten gestartet hat. Über die "Iris des Auges", einer Solarzellen-Scheibe, wird Energie aufgenommen. Das Gegenstück in zwölf Meter Höhe gibt wiederum Licht ab - im Idealfall rund um die Uhr. "Das Sonnenauge ist das größte Projekt in der Region. Es steht symbolisch auch für erneuerbare Energie", so Schimpl, der im Koralmgebiet schon etliche Male tätig war. "Und es soll gleichzeitig auch als Straßenbeleuchtung dienen." Gekostet hat die Skulptur rund 70.000 Euro. Die acht Gemeinden der Kleinregion Sulmtal-Koralm finanzieren die Hälfte, die Stadt Deutschlandsberg sowie die Kultur Steiermark-Kunst im öffentlichen Raum je ein Viertel.
Kritik
Unumstritten ist das Kunstwerk allerdings nicht: Es gibt auch einige kritische Stimmen in der Region, beanstandet werden vor allem die Kosten. "Die Relation passt nicht zwischen der Stromleistung und dem, was dabei rauskommt", meint etwa ein FPÖ-Funktionär.













