StainzNeuer Hauptplatz sorgt für Kontroversen

Mittwochnachmittag wurde der Hauptplatz von Stainz nach einer kompletten Neugestaltung inoffiziell eröffnet. Das Ergebnis sorgt nicht nur für Freude.

Das neue Erscheinungsbild des Stainzer Hauptplatzes ist umstritten
Das neue Erscheinungsbild des Stainzer Hauptplatzes ist umstritten © Robert Lenhard
 

Die große Eröffnungsfeier steigt zwar erst im nächsten Sommer. Bereits am Mittwochnachmittag wurde in Stainz im kleinen Rahmen auf den Abschluss der Bauarbeiten im Zentrum des Schilchermarktes angestoßen. Richtige Feierlaune wollte allerdings nicht aufkommen. Hintergrund sind heftige Kontroversen um Aussehen und Umsetzung der Neugestaltung des Ortszentrums. Vor allem in sozialen Netzwerken werden immer wieder die fehlenden Grünflächen und die auf Längsparker umgestellte Parkraumbewirtschaftung kritisiert.

„Es ist doch klar, dass jetzt im Winter nichts grün sein kann. Der neue Hauptplatz wird erst im Frühjahr buchstäblich aufblühen, wir werden da und dort auch noch nachrüsten“, meint Bürgermeister Walter Eichmann (VP). Durch die Neuordnung seien nur vier Parkplätze am Hauptplatz weggefallen, dafür habe die Gemeinde am nahen GKB-Parkplatz zusätzliche Flächen geöffnet.
Schade findet Eichmann, dass die großen Neuerungen in der aktuellen Diskussion untergehen: „Bis auf zwei Privathäuser gibt es am Hauptplatz nirgends mehr Stufen, er ist also quasi eine barrierefreie Begegnungszone. Der Unterbau, die Entwässerung und alle Leitungen wurden komplett erneuert, der gesamte Hauptplatz mit moderner Infrastruktur für Veranstaltungen ausgerüstet.“ Im Frühjahr wird noch die Bahnhofstraße umgebaut. Die Gesamtkosten von 3,2 Millionen Euro sollen gehalten werden.

Wirtschaft nach Einbußen erleichtert

Erleichtert reagieren die Wirtschaftstreibenden im Zentrum des Schilchermarktes auf die Fertigstellung der gröbsten Bauarbeiten. "Die Bauphase war eine harte Zeit, viele mussten teils herbe Umsatzeinbußen hinnehmen. Umso froher sind wir, dass das nun noch vor Weihnachten abgeschlossen wurde", betont Nina Reiterer, Obfrau der Stainzer Wirtschaft. Ob sich die Längsparker bewähren, wolle man sich eine Zeit lang genau anschauen und evaluieren. "Wenn das nicht funktioniert, werden wir uns aber für Schrägparker einsetzen", macht Reiterer klar.

Mittwochnachmittag wurde der Abschluss der Bauarbeiten in kleine Runde gefeiert
Mittwochnachmittag wurde der Abschluss der Bauarbeiten in kleine Runde gefeiert Foto © Robert Lenhard

Kommentare (4)

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pilzgfe
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Grün im Frühjahr

Die Aussage unseres Bgm OSR W. Wichmann, dass der neue Hauptplatz im Frühjahr "aufblühen" werde und im Winter eben nichts grün sei, ist reine Polemik; wodurch soll GRÜN hergezaubert werden ? Durch ein paar kleine Blumentröge, oder Bäumchen in Betonkisten ? Lächerlich.

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altbayer
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Haltet Architekten fern

Aus beruflicher Erfahrung kann ich nur sagen: "Haltet Architekten von Plätzen fern!" -die wollen sich nur verwirklichen und haben von Tiefbau meistens keine Ahnung. Lasst solche Verkehrspunkte von "Verkehrsplanern" (Ziviltechnikern) planen.
Ich kenne das Projekt Hauptplatz Stainz - er wurden hier teure, nicht funktionale Materialen ausgeschrieben (z.B. teure Designerbänke aus der Schweiz).

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pilzgfe
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Steinwüste

Womit will man "nachrüsten" ? Mit Blumentrögen, die mehr Arbeit bereiten als eine Grünfläche ? Bei allen Umgestaltungen wird darüber diskutiert, mehr Grün zu schaffen, in Stainz geht man den umgekehrten Weg: man spricht darüber, mehr Stein zu verlegen - auch für die unnötigen Parkplätze vor der Marienstatue etc. Schönreden ist eine Kunst, die in Stainz sehr gepflegt wird. Nur keine gegenteilige Meinung, vor allem, wenn sie gegen die "Wirtschaft" geht.

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donots1
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Fehlplanung

Kalt, steril + ohne Charme ist der neue Hauptplatz. Das genaue Gegenteil der Landschaft rund um Stainz. Passt in die momentane Diskussion das alles zugepflastert wird. Vor allem bin ich mal neugierig wie heiß es im Sommer wird wenn die Steine die Hitze abstrahlen.

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