WildonÖVP stellt Weichen für nächste Wahl

ÖVP-Urgestein Franz Plasser, erster Vizebürgermeister von Wildon, tritt mit sofortiger Wirkung von allen politischen Ämtern zurück. Nachfolger wird Karl Kowald, der für die ÖVP den Bürgermeistersessel zurückerobern soll.

Wildons Vizebürgermeister Franz Plasser (ÖVP) zog sich aus allen politischen Ämtern zurück
Wildons Vizebürgermeister Franz Plasser (ÖVP) zog sich aus allen politischen Ämtern zurück © Robert Lenhard
 

Wieder einmal gibt es einen Knalleffekt in der Marktgemeinde Wildon. Im Mittelpunkt steht diesmal allerdings nicht der streitbare SPÖ-Bürgermeister Helmut Walch, sondern sein erster "Vize", Franz Plasser von der ÖVP. Gegenüber der Kleinen Zeitung bestätigt er seinen Rückzug aus allen politischen Funktionen mit sofortiger Wirkung. „Für mich steht schon länger fest, dass ich bei der Wahl 2020 nicht mehr antreten werde. Außerdem stehe ich vor einer beruflichen Veränderung“, erklärt Plasser, der bei der Wahl des Bürgermeisters 2015 von der damaligen SPÖ-FPÖ-ProW-Koalition ausgebootet wurde. Mit Verbitterung habe sein Rückzug dennoch nichts zu tun, betont Plasser, der in Summe fast 24 Jahre kommunalpolitisch tätig war. Davon über sechs Jahre als Bürgermeister der 2015 mit Wildon fusionierten Gemeinde Weitendorf.

Neuer Chef der Wildoner ÖVP ist Gemeinderat Karl Kowald. Der Ortsparteivorstand hat ihn einstimmig als geschäftsführenden Parteiobmann bestätigt. Bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch soll er auch für die Wahl des ersten Vizebürgermeisters vorgeschlagen werden. Das dürfte Kowald aber nur als Zwischenstation auf dem Weg zur Rückeroberung des Bürgermeistersessels für die ÖVP betrachten.

 

Karl Kowald soll die ÖVP in die nächste Wahl führen und den Bürgermeistersessel zurückholen
Karl Kowald soll die ÖVP in die nächste Wahl führen und den Bürgermeistersessel zurückholen Foto © Robert Lenhard

Bürgermeister bald vor Gericht

Ob das gelingt, wird nicht unwesentlich vom Ausgang des Prozesses gegen SPÖ-Bürgermeister Helmut Walch abhängen, der am 20. Dezember wegen umstrittener Grundstücksgeschäfte vor Gericht steht. Für Walch gilt die Unschuldsvermutung – im Fall einer Verurteilung dürfte er sich aber wohl kaum im Amt halten können.

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