Brand im KoralmtunnelArbeiter mit Rettungszug evakuiert, zwei Mineure im Spital

Heute früh kam es zu einer Rauchentwicklung bei der Tunnelbohrmaschine in der Südröhre. Die Mineure wurden mit dem Rettungszug aus dem Berg transportiert. Sechs Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt. Zwei Arbeiter wurden in das LKH Deutschlandsberg gebracht. Brandursache ist noch unklar.

Mit dem Rettungszug wurden die Mineure evakuiert
Mit dem Rettungszug wurden die Mineure evakuiert © KK
 

Heute früh gegen 8.30 Uhr kam es zu einer massiven Rauchentwicklung im Koralmtunnel. Passiert ist dies bei der Tunnelvortriebsmaschine in der Südröhre. Die rund 20 Mitarbeiter, die direkt an der 170 Meter langen Maschine tätig waren, wurden evakuiert. Auch weitere rund 65 Arbeiter, die im Tunnel arbeiteten, wurden mit dem Rettungszug ins Freie gebracht. "Die Mitarbeiter haben die Flucht mit dem Rettungszug nach außen angetreten", erklärt ÖBB-Sprecher Christoph Posch. 

 

Der Rettungszug im Koralmtunnel (Foto Sujet)
Der Rettungszug im Koralmtunnel (Foto Sujet) Foto © KK

"Das ganze Rettungskonzept, das wir beim Koralmtunnel haben, hat sich bezahlt gemacht", erklärt Posch. Bei jeder Tunnelvortriebsmaschine ist ein eigener Rettungszug stationiert, der permanent einsatzbereit ist. Die Fahrt von der Tunnelvortriebsmaschine bis zum 60 Meter teifen Zugangsschacht im Leibenfeld bei Deutschlandsberg dauert ungefähr eine Stunde. Dort wurden die Mineure nach oben transportiert. Auf der Baustelle ober Tag wurden sie dann von den Einsatzkräften des Roten Kreuzes empfangen.

Koralmtunnel: Tunnelblicke in eine andere Welt

Baustelle Koralmtunnel

Die Baustelle beim Koralmtunnel in der Weststeiermark  eine der größten Baustellen der Republik. Im Bild die Sicherheitszentrale.

Jürgen Fuchs

Baustelle Koralmtunnel

In zwei Tübbingwerken werden die tonnenschweren Betonteile gefertigt. Diese werden zum Auskleiden der Tunnelwände benötigt.

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Jeweils sieben Teile bilden einen Ring. Dieser ist knapp zwei Meter lang und rund 60 Tonnen schwer.

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In Summe werden für den 33 Kilometer zweiröhrigen Tunnel 160.000 Tübbinge benötigt. Ein Großteil davon wurde schon produziert.

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Es gibt eigene Zufahrtsgleise zum Betonwerk bei Deutschlandsberg.

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Von der Baustelle im Leibenfeld führt ein Versorgungsschacht 60 Meter tief hinab zu den Stollen der künftigen Koralmbahn.

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Die Sicherheitskontrollen sind enorm.

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Tief unter Deutschlandsberg liegt der vielleicht ungewöhnlichste Bahnhof des Landes.

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In den Röhren verkehren kleine Züge, die Material und Arbeiter transportieren.

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Zu den beiden Tunnelbohrmaschinen tief unter der Koralm sind die Züge aus der Steiermark jeweils rund eine Stunde unterwegs.

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Die Strecke zu den Bohrern beträgt vom Erkundungsschacht jeweils rund 20 Kilometer.

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Baustellenleiter Manfred Köpf, ein Urgestein und Ruhepol.

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Die Bohrmaschinen, tief im Berg, jenseits der Landesgrenze zu Kärnten. 

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Rund 180 Meter sind diese speziellen Tunnelbohrmaschinen lang.

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Hinten werden Schienen und Tübbinge angeliefert.

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Patrick Kropp aus Kärnten steuert eine der Tunnelbohrmaschinen.

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Der riesige Bohrkopf. Der Durchmesser beträgt rund zehn Meter.

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Das Rote Kreuz Deutschlandsberg nahm die Erstversorgung vor. Sechs Personen wurden noch auf der Baustelle untersucht. "Zwei Personen sind dann mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus nach Deutschlandsberg gekommen", so Posch. Die beiden Arbeiter wurden inzwischen wieder in häusliche Pflege entlassen.

Das Rettungskonzept habe sich bei dem Vorfall bezahlt gemacht. Auch Feuerwehrleute mit speziellen Atemschutzgeräten sind vor Ort, sie kamen allerdings bisher nicht zum Einsatz. "Die Rettungskette hat perfekt funktioniert, wir bedanken uns bei den Einsatzkräften", so Posch.

1200 Meter unter der Koralm: So werden 33 Kilometer Tunnel gebohrt

Die Brandursache ist laut ÖBB-Projektleiter Dietmar Schubel noch unklar. "Es hat acht Minuten gelodert, ganze vorne im Bereich des Bohrkopfes." In den nächsten Tagen hofft man auf eine Klärung. Einstweilen steht die Maschine, die sich im Schnitt elf Meter pro Tag nach vorne fräst, still.

Die so genannte Tunnelvortriebsmaschine, die sich von der Weststeiermark Richtung Lavanttal vorarbeitet, befindet sich derzeit etwa 20 Kilometer weit vom Tunnelportal bei Groß St. Florian und 17 Kilometer weit vom Zugangsschacht bei Deutschlandsberg im Koralmmassiv.

 

 

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