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Badeunfall: Niemand sah, wie Bub unterging

Badeunfall: Taucher fanden den leblosen Schüler.

 
Nach dem tragischen Badeunfall im Waldschachersee, bei dem ein Schüler (10) aus Baden bei Wien am Dienstagnachmittag verstarb (wir berichteten), steht nach einer Obduktion die Todesursache fest. Der Bub, der an Epilepsie litt und ein guter Schwimmer war, ist ertrunken.

"Ins Wasser gesprungen." Gemeinsam mit 16 anderen Schülern und sechs Aufsichtspersonen einer Sonderschule war der Zehnjährige am Montag angekommen. Der Unfall passierte am Dienstag gegen 15 Uhr. "Die Schüler sind vom Steg immer wieder ins Wasser gesprungen, eine Aufsichtsperson war in unmittelbarer Nähe. Plötzlich war der Bub verschwunden", so ein Polizist.

Kein Verdacht. Da ein Klassenkollege meinte, Michael habe gesagt, er gehe sich umziehen und wolle nachher Tennis spielen, schöpfte vorerst niemand Verdacht. Als die Suche anlief, konzentrierte man sich auf das Gelände um den See, erst später wurden Feuerwehrtaucher angefordert. Die Taucher fanden den leblosen Körper in drei Meter Tiefe.