Bad Gleichenberg

Zum ersten Biohotel gewachsen

Die Familie Kaulfersch betreibt im Kurort Bad Gleichenberg das erste Biohotel in der Region. Die Entscheidung dazu fiel in einer Umbruchsituation. Von Helmut Steiner

Gerti und Reinhard Kaulfersch, Mitarbeiterinnen, Leader-Manager Michael Fend, Regionalmanagerin Beatrix Lenz, Vulkanland-Obmann Josef Ober © Helmut Steiner
 

Bio ist für Reinhard und Gerti Kaulfersch kein aufgesetzter Marketinggag. Das wird schon nach den ersten Worten deutlich, die man mit dem Hoteliersehepaar wechselt. Die Entwicklung ist gesund gewachsen. „Wir sind als Lebenskraft-Betrieb zum Vulkanland dazu gegangen, haben uns intensiv mit Regionalwirtschaft und vielen Büchern zum Thema auseinandergesetzt. Dann haben wir Schritt für Schritt gemacht“, erzählt Gerti Kaulfersch. Man hat auch nie Kontakt mit anderen Biohotels aufgenommen.
Die Entscheidung, diesen Weg zu gehen, fiel in einer schwierigen Zeit des Umbruchs: Als im Kurort die Erneuerung der Therme durchgeführt wurde, von der die Familie mit dem Gleichenbergerhof und der Villa Gleichenberg sehr stark betroffen war. „Da sind uns Gedanken durch den Kopf gegangen, was wir tun können, damit wir nicht im Einheitsbrei mitschwimmen“, erinnert sich Reinhard Kaulfersch.
Über Sohn Florian hat man Kontakt zu Heini Staudinger – Öko-Schuster, Schuhrebell und findiger Initiator alternativer Finanzierungsmodelle – bekommen, der auch als Berater geholfen hat.

Erlebbar

Gerti Kaulfersch war in der Küche immer auf gute Lebensmittel bedacht. Die Umstellung auf regionale Produkte in Bio-Qualität, mit der sie 2010/2011 begonnen hat, war für sie dort auch stark spürbar: „Man merkt diese starke Wechselwirkung mit den Lebensmitteln.“ Rund 20 regionale Biolieferanten – von Pranger über Gangl und Niegelhell bis Zotter – sind derzeit ihre Partner. Ende letzten Jahres hat man den Betrieb dann – vom Prüfinstitut Lacon – zertifizieren lassen.
Die Region biologisch erleben und erfahren können die Gäste auf vielerlei Art. Das reicht vom geomantischen Wandern über den Betrieb mit seiner „Entspannungsinsel“ – in der Villa – bis zu gutem Schlaf und gutem Essen als den zentralen Säulen.
Leader-Manager Michael Fend unterstreicht, dass sich die Umsetzung nicht leicht gestaltet: „Aber als erstes Biohotel zeigt die Familie Kaulfersch, dass es geht. Wenn man sich mit Qualität auseinandersetzt, kommt man automatisch zu bio.“ Erfreulich ist für Christine Kaulfersch die Resonanz beim Nachwuchs: „Wir sehen auch reges Interesse von jungen Menschen, die Betriebe übernehmen wollen, auf bio umzustellen.“ Eine Wahrnehmung, die Vulkanland-Obmann Josef Ober teilt. Das Beispiel des ersten Biohotels sieht er daher als Vorbild und Ansporn zugleich.

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