Umfrage der WocheEine Frage, die die Region bewegte

Braucht der Bezirk Südoststeiermark eine AHS-Unterstufe? Mit dieser Frage beschäftigte sich fünf Tage lange unsere "Umfrage der Woche" Und lange Zeit war es ein ganz enges Kopf an Kopf-Rennen mit wechselnden Mehrheiten. Am Ende beantworteten 58 Prozent die Frage mit Ja, 42 Prozent waren anderer Meinung.

AHS-Unterstufe in Feldbach Ja oder Nein - dieses Thema sorgt seit jahren für Geprächsstoff © Thomas Plauder
 

Die "Umfrage der Woche" ist abgeschlossen. "Braucht der Bezirk Südoststeiermark" eine AHS-Unterstufe lautete unsere Frage. Ein Thema, das seit Jahren in regelmäßigen Abständen hochkocht und erst vergangenen Woche im Feldbacher Gemeinderat für hitzige Debatten sorgte.

Anlass genug die Stimmungslage in der Region abzufragen. Das rege Interesse an der nicht repräsentativen Umfrage zeigte, dass das Thema viele Menschen in der Südoststeiermark interessiert und beschäftigt.  lange Zeit war es ein ganz enges Kopf an Kopf-Rennen mit wechselnden Mehrheiten. Am Ende beantworteten 58 Prozent die Frage mit Ja, 42 Prozent waren anderer Meinung.

Im gesamten Bezirk Südoststeiermark gibt es ja keine AHS-Untestufe. Rund 60 Kinder pendeln daher derzeit in die Gymnasien Fürstenfeld und Gleisdorf. Regelmäßig lebt daher die Diskussion über eine eigene AHS-Unterstufe am Schulstandort Feldbach immer wieder auf. Auch jetzt im Wahlkampf  Auch die Interessensgemeinschaft "IG Südoststeirische Schuloffensive" macht sich schon länger für eine AHS-Unterstufe in Feldbach stark und sammelte im Vorjahr 2000 Unterschriften.

Neu befeuert wurde die Diskussion zuletzt mit einem Dringlichkeitsantrag der FPÖ im Feldbacher Gemeinderat. Der sorgte für Aufregung, denn im Regionalausschuss des Steirischen Vulkanlandes hatte man sich bereits einstimmig gegen die Einführung einer eigenen Unterstufe in der Südoststeiermark ausgesprochen. Zu groß ist die Angst um so manche Neue Mittelschule. Man fürchtet eine Abwanderungswelle.

Außerdem bastelt man in Feldbach ja gerade an der "Schule der Zukunft". Da wäre aus Sicht der regierenden ÖVP eine AHS-Unterstufe eher kontraproduktiv.

 

Kommentare (6)

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bluebox
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"Bildungsstadt" Feldbach

Auch wenn die Redaktion diese Umfrage als „nicht repräsentativ“ bewertet und die Bemühungen der Gemeinde Feldbach um eine „Schule der Zukunft“ als gefährdet hinstellt, so lässt sich das immense Interesse an einer AHS-Unterstufe nicht kleinreden – die nachträgliche Korrektur des Ergebnisses von 60 auf 58 Prozent macht mich als Leser dieses Mediums mehr als nachdenklich.

Die Politik täte gut daran, nicht Angst um Lehrerjobs bzw. vor Schülerabwanderung zu verbreiten, sondern unterschiedliche Möglichkeiten zu schaffen, welche die beste Bildung für unsere Kinder zulässt. Zudem dürfte das Wahlprogramm der Bundes-ÖVP auch der Feldbacher VP zugänglich sein, der ein Besuch einer AHS-Unterstufe nur dringend angeraten werden, um Werturteile aus den 1960er-Jahren zu korrigieren.

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alphacentauri11
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ÖVP und NMS

Eigenartig, dass sich die ÖVP gegen die AHS wehrt, wo sie doch das differenzierte Schulwesen lt. Parteiprogramm unterstützt..
Wird nun die ÖVP Platter bzw Wallnerlike?
Fragen über Fragen...
Muss ich nun schon den Strache wählen, um eine vernünftige Bildungspolitik zu unterstützen?

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club mate
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Rückwertsgewandt

Es ist erwiesen, dass die AHS-Unterstufe nicht wie angekündigt zu einer Vielfalt am Schulsektor und einer freien Wahlmöglichkeit führt, sondern primär die Kinder in zwei „Klassen“ (im Sinne ihrer sozialen Herkunft) trennt.
Über die Schule der Zukunft lässt sich sicherlich viel streiten, aber ein kompletter Backlash hin zu einer REIN leistungsoptimierten, nach Gruppen getrennten Ausbildung der AHS ist ein elitärer Wunsch und es verwundert nicht, dass der gerade von der FP kommt.

ps. ein Abstimmung zu inszenieren, die Mehrfachklicks erlaubt ist KEINE Abstimmung und hat keinerlei Relevanz in einer vernünftigen Debatte.

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RMK
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"Schule der Zukunft"?

Die NMS ist keine "Schule der Zukunft".
Die bisherigen Schulversuche haben gezeigt, dass auchvmit einem Rudel von Lehrern pro Klasse, das Niveau nicht besser als in der Hauptschule ist, die Kosten hingegen deutlich höher als in der AHS sind.

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cleverstmk
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BRAVO

warum hat man Angst um die NMS, etwa weil zw 17% und 60% der VolksschülerInnen nicht in die NMS gehen. Da hilft auch kein Schönreden - dieser Schultyp war und ist eine Fehlgeburt, mit sinkendem Niveau.
In jedem Bezirk verlassen immer das sinkende Schiff NMS- ich würde meine Kinder auch in keine NMS senden!

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Lamax2
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Forderung sehr berechtigt!

Weg vom Einheitsbrei; die Eltern und Kinder brauchen die Vielfalt. Das Argument, dass Kinder ohne Gesamtschule nicht die gleichen Chancen hätten ist Blödsinn. Jeder, der sein Kind fördern will, hatte schon immer die Möglichkeit, es auch aus der Hauptschule bis zur Matura zu bringen. Zurück zu den Leistungsgruppen und einem soliden Angebot an AHS Unterstufen.

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