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Kellerviertel als Welterbe

Ungarische Kommission wird nächste Woche das Kellerviertel in Heiligenbrunn bewerten. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Weltkulturerbe.

 

Vor knapp zwei Jahren hat sich der Keller- und Weinbauverein Heiligenbrunn entschlossen, einen Antrag um Aufnahme des historischen Kellerviertels in die Weltkulturerbe-Liste der Unesco zu stellen. Der Weg dorthin ist noch lang, aber ein wichtiger Schritt steht unmittelbar bevor. Zum Procedere gehört die Prüfung durch einen Fremdstaat. Im Fall Heiligenbrunn ist das Ungarn. Der Termin dafür steht unmittelbar bevor. "Am 18. und 19. November werden die Abgesandten aus Ungarn kommen und die schriftliche Bewertung vornehmen. Die geht an das Komitee", so Helmut Kedl, Obmann des Keller- und Weinbauvereins und treibende Kraft hinter dem Antrag.

Dann ist das Kunstministerium am Zug, um Heiligenbrunn auf die Österreich-Liste zu bringen. Kedl ist zuversichtlich, dass das bis spätestens Frühjahr 2010 geschieht.

Ein wichtiger Impuls, um die Chancen auf Zuerkennung des Titels "Weltkulturerbe" zu erhöhen, soll vom Uhudler kommen. Landesrätin Verena Dunst, Vorsitzende des "Gestaltungsbeirates Weltkulturerbe Burgenland", macht sich für ihn stark. Die Einbindung des legendären Direktträgerweines soll das Viertel mit seinen 150 zwischen 200 und 250 Jahre alten Kellern zusätzlich aufwerten. Für ihn setzt sich auch die Slow Food Vereinigung ein. Er soll Passagier auf der "Arche des Geschmacks" werden, ein internationales Projekt der Slow Food Bewegung - eine Art Weltkulturerbe des Essens. Der Antrag dafür liegt schon bei der Arche-Kommission in Italien, berichtet Kerstin Rohrer von Slow Food Burgenland. Sie hofft, dass es sich bis Anfang des nächsten Jahres für den Uhudler als neuer Arche-Passagier ausgeht.

Kedl begrüßt das: "Wir werden das sicher als zweite Schiene fahren." Aber er glaubt nicht, dass der Uhudler unbedingt den großen Schub bedeutet. "Das Hauptthema sind die Keller, dass sie noch bewirtschaftet werden und man darin die Bauweise über Jahrhunderte sieht. Dazu kommen die komplizierten Besitzverhältnisse, die sich erhalten haben", hebt Kedl die Kriterien hervor, die Heiligenbrunn so einzigartig machen.

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