Ein Leben mit Jochen Rindt und Winnetou
Kurt Hammer aus Zerlach sammelt Erinnerungen an Jochen Rindt und Winnetou. Ein Foto zeigt, dass Rindt 1962 am Feldbacher Hauptplatz Autoslalom fuhr.

Foto © SchleichKurt Hammer in seiner riesigen Jochen Rindt-Sammlung
Ein Wohnzimmer voll mit Sammlerstücken von Jochen Rindt und Winnetou - wer etwas über die beiden Kultfiguren erfahren will, ist bei Kurt Hammer in Neuzerlach an der richtigen Adresse.
Schon als Kleinkind war er von der österreichischen Autofahrerlegende und dem fiktiven Indianerhäuptling begeistert. "Es waren die Fernsehübertragungen, in denen man Rindt sah - vor allem aber weckte dessen schwerer Unfall im Jahr 1969 in Barcelona mein Interesse", erinnert sich der Sammler. "Als dann auch noch die Winnetou-Filme ins Fernsehen gekommen sind, war die ganze Familie begeistert", erzählt Hammer, der bereits als Neunjähriger mit dem Sammeln von Belegen über die beiden Persönlichkeiten begonnen hat.
Silberbüchse
Zu den Winnetou-Filmen gab es die Klebealben, in die man die gekauften und getauschten Bilder einkleben konnte. Doch wer ein echter Winnetou-Fan ist, der muss auch eine Silberbüchse besitzen. Hammer: "Ich habe dieses Gewehr originalgetreu nachgebaut - einen Monat hat es gedauert. Man kann damit scharf schießen."
Wahre Fans bereisen außerdem alle zwei Jahre die in Kroatien gelegenen Drehorte der Winnetou-Filme. Erst vor kurzem kehrte Hammer von einer Reise nach Zadar und Umgebung zurück. "Dort traf ich wieder die wichtigsten Schauspieler der Filme - unter anderem Winnetou-Darsteller Piere Brice und seine Indianerschwester Marie Versini. In meiner Sammlung sind von allen Schauspielern auch die Originalautogramme archiviert", erzählt Hammer mit Stolz.
Von Jochen Rindt hat Hammer sowohl die Tourenwagen als auch die Formel 1-Autos in Modellen nachgebaut. "Da muss alles bis in das kleinste Detail stimmen - für ein Rennauto sind 150 Arbeitsstunden notwendig. Sammler zahlen dafür bis zu 3000 Euro", sagt Hammer, in dessen Regalen alle Modelle stehen, die Rindt jemals gefahren ist.
Mit einem Simca
Völlig unbekannt war bisher, dass Rindt 1962 auf dem Feldbacher Hauptplatz an einem Auto-slalom und an den Rennen auf der Kornberger-Leitn mit einem Simca teilgenommen hat. Rund 3000 Fotos von Rindt lagern bei Hammer. Besonders stolz ist er auf zwei Fotos, auf denen Jochen, Gattin Nina und Tochter Natascha unterschrieben haben.
Ausführlich dokumentiert hat Hammer die Chronik des tödlichen Unfalls von Jochen Rindt 1970 im Autodrom von Monza. "Leider habe ich ihn nie persönlich kennengelernt - damals war ich noch zu jung", bedauert Hammer, der unermüdlich mit dem Ausbau seiner Sammlung beschäftigt ist.








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