Eine Genreserve erhalten
Mit der Erhaltung von Wiesenlandschaften betreibt der Verein L.E.i.V. Artenschutz. Morgen wird in Hof/S. über diese Arbeit berichtet.

Foto © PrivatAuf den 300 Einzelflächen, die der Verein bearbeitet, wird hochwertiges Bioheu erzeugt
Artenschutzarbeit ist die Hauptaufgabe des Vereins Lebende Erde im Vulkanland (L.E.i.V.). "Das hängt auch davon ab, was überregional passiert", betont Geschäftsführer Bernd Wieser. Dabei wirkt sich vor allem die (Re)Industrialisierung der Länder im Osten negativ aus. "Es fallen immer mehr Bestände aus. Offenlandarten wie Steinkauz oder Schleiereule, die auf traditionelle Landwirtschaft angewiesen sind, geht es an den Kragen."
Der Umbruch im bäuerlichen Bereich mit Tieren ohne Flächen macht sich bemerkbar. Die Erhaltung und Förderung von Wiesenlandschaften, die für viele Arten wichtig sind, wird mangels Geld nur mehr in Schutzgebieten betrieben. Es laufe darauf hinaus, dass man Landschaftspflegeorganisation bekomme, so Wieser: "Es gibt sehr viele Pachtangebote an den Verein." Diese kann der Verein nicht annehmen, auch wenn er wollte. 120 Hektar bewirtschaftet man bereits. Rund 1000 Euro steckt man in ein Hektar. 300 bis 400 Euro bringt der Ertrag an Bioheu, zu dessen Abnehmern auch Chocolatier Josef Zotter mit seinem "Essbaren Tiergarten" gehört. Heu wird auch pelletiert und als Raufaserfutter für Schweine eingesetzt.
Den Grund für diese Arbeit umreißt Wieser so: "Eine Genreserve zu erhalten. Denn das Aufgeben der Bauern wird mit der großen Energiekrise ein Ende haben. Wir pachten die Flächen nur, um sie nachhaltig zu erhalten und dann an wirtschaftende Betriebe zurückzugeben." Schon jetzt werden Betriebe mit Rindern, Ziegen und Schafen unterstützt. H. STEINER
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FAKTEN
Bericht über Arbeit in den Europaschutzgebieten der Oststeiermark und Mitgliederversammlung morgen, 10 Uhr, GH Pock Hof/Straden.
L.E.i.V. hat 600 Mitglieder und bearbeitet 120 Hektar auf 300 Einzelflächen in 13 Gemeinden.








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