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Zuletzt aktualisiert: 29.08.2008 um 23:07 UhrKommentare

Viele Stunden im Einsatz für die bunte Pracht

Über drei Preisträger des landesweiten Blumenschmuckbewerbes kann sich heuer die Südoststeiermark freuen.

Der Landessieg in der Kategorie "Siedlungen" ging an die Spörk-Siedlung

Foto © BlumenschmuckbewerbDer Landessieg in der Kategorie "Siedlungen" ging an die Spörk-Siedlung

Zuerst konnten sie es gar nicht glauben, dann wurde in der Liezener Ennstalhalle laut gejubelt: Die Spörk-Siedlung in Schwarzmannshofen (Gemeinde Bad Blumau) stand auf dem Siegerstockerl in der Kategorie "schönste Siedlung". Die fünf schmucken Häuser, die allesamt von Mitgliedern der Familie Spörk errichtet wurden, ragen nur noch mit einigen Mauerteilen aus dem riesigen Blütenmeer: Pelargonie, Surfinie, fleißiges Lieschen, Verbenie, Tagetes oder Lobelien und Sonnenblumen - in Balkonkästen, Töpfen, Ampeln und Beeten.

Riesiger Aufwand. "Man darf die Stunden nicht zählen, die wir mit den Blumen verbringen. Aber ich mache das aus Freude, weil es entspannt. Wir ziehen viele Pflanzen selbst", meint Maria Spörk auf die Frage nach dem riesigen Aufwand für die bunte Pracht. Mit dabei sind alle Familienmitglieder, wobei den Frauen die eigentliche Pflege überlassen ist und Männer wie Günther Spörk zum Beispiel mit einer Gießanlage Erleichterung verschaffen. Übrigens, wer sich die schönste Siedlung der Steiermark nicht in natura anschauen kann, ist auf der Hompage (www.schaurein.at) willkommen.

Tausende Blumen. In ein farbenprächtiges Blumenmeer ist die Gemeinde Unterlamm getaucht. Die Auszeichnung "zweitschönstes Blumendorf der Steiermark" ist der Lohn für die Mühen von Tourismusverband, Gemeinde und ÖVP-Frauenbewegung, die den Ort mit tausenden Blumen und Ziergräsern bepflanzt haben.

Flächendeckend. Hauptverantwortliche für das Blumenmeer ist Alexandra Planer-Knausz, unterstützt von Magret Spörk. "Es wurden 106 neue Blumenkisten und 20 Kübelpflanzen angeschafft und die Blumen nach Farben abgestimmt ausgesetzt. Rund 5000 Euro wurden für die Finanzierung aufgewendet", berichtet Planer-Knausz. Allein für das Steirerherz im Ortszentrum, wo auch das Blumenbett steht, wurden mehr als 500 Blumen gesetzt. Jede der zehn Brücken entlang der Durchzugsstraße, jede Ortstafel, Gedenkstätte und fast alle Privathäuser wurden mit Blumen dekoriert. Damit eine derart flächendeckende Bepflanzung überhaupt funktionieren kann, sind viele helfende Hände notwendig.

Helfer. "Seit Jahren bemüht sich die Frauenbewegung mit Obfrau Anna Papapietro um Setzen und Pflege. Außerdem haben sich 15 Frauen zum Gießen verpflichtet", ist Magret Spörk dankbar für die Unterstützung und glücklich über den zweiten Platz im Blumenschmuckbewerb. Eine dieser fleißigen Frauen ist Maria Krenn, die täglich 18 Blumenkisten und mehrere Beete zu gießen hat. "In eine Blumenkiste werden täglich acht Liter Wasser gefüllt, das ergibt mit den Beeten mehr als 150 Liter Wasser, die herbeigetragen werden müssen", berichtet Maria Krenn, die stolz auf die von ihr gepflegte Blumenpracht ist.

Journaldienst. Über den dritten Platz in der Dorfwertung kann sich Bad Blumau freuen. "Es wurden rund 3000 Blumen gekauft und gesetzt, gekostet hat das rund 10.000 Euro, die sich Gemeinde und Tourismusverband teilen", betont Bürgermeister Franz Handler, dass vor allem die Gäste des Ortes begeistert von den schönen Arrangements seien. "Für die Gießarbeiten wurde ein Journaldienst eingerichtet, viele Familien und vor allem Frauen sind begeistert mit dabei und zupfen täglich Verblühtes ab. Im Dorf pflegt jeder Hausbesitzer auch die Blumen an der Straße und rund um die Bankerln", kann Tourismusobfrau Maria Perl auf große Unterstützung zählen. Mit dabei sind aber auch Kindergarten und Nachmittagsbetreuung, die für jeden Gewerbebetrieb Blumentöpfe bemalt und bepflanzt haben. Schließlich sei, so Bürgermeister Handler, der Blumenschmuck, die Visitenkarte des Ortes.

REGINA TRUMMER, JOHANN SCHLEICH

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Am steirischen Blumenschmuckbewerb haben 35.000 Steirer in 15 Kategorien teilgenommen.

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