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Zuletzt aktualisiert: 30.06.2009 um 15:04 UhrKommentare

Wer braucht bei uns schon die Jugend?

Jung sein in der Südoststeiermark: Kann man nach Schule oder Lehre nur noch fortziehen?

Foto © APA/SUjet

Es ist 12.30 Uhr. Schulschluss für 29 Schüler des Borg Bad Radkersburg. Der nächste Bus Richtung Feldbach fährt erst um 13.30 Uhr. Das ist zwar nicht die Regel, aber auch alles andere als die Ausnahme. Natürlich gibt es Zug- und Busverbindungen von Feldbach nach Bad Radkersburg, diese bringen die jungen Leute auch in der Früh zur Schule und auch nach Hause. Nachmittags heißt es aber immer wieder warten, mitunter ein bis zwei Stunden. Zeit also, um sich die Zeit in der Bezirkshauptstadt zu vertreiben. Dabei gibt es nur ein Problem: Freizeitangebote sind in Bad Radkersburg nicht übermäßig vorhanden.

Veränderung. Als wir heuer das Angebot bekamen, in der Kleinen Zeitung über die Probleme von Jugendlichen in der Südoststeiermark zu schreiben, nahmen wir es an und stürzten uns in die Arbeit. Auch in der Hoffnung, für Veränderung zu sorgen.

In unseren Beiträgen geht es aber nicht nur um die Mobilität. Wir wollten wissen, was die Gemeinden konkret ihren Jugendlichen bieten, was sie tun, um sie zu halten. Viele Bürgermeister beantworteten unsere Fragen gerne. Wir waren überrascht, als wir hörten, wie die meisten Gemeinden sich für ihre Jugend einsetzen und versuchen, sie für ihre Heimat zu begeistern. Die Gemeinde Tieschen zum Beispiel hat ein Jugend-Budget von 2000 Euro, wobei die Jugendlichen selbst entscheiden dürfen, wofür das Geld verwendet wird. Außerdem können junge Leute als Ferialpraktikanten im Gemeindeamt arbeiten.

In Straden versuchte Alt-Bürgermeister Alfred Schus ter, Jugendliche mit Jobangebo ten im Gemeindeamt und in der Raiffeisenbank nach der Matura zum Bleiben zu bewegen. Bürger meister Heinrich Tomschitz aus Deutsch Goritz setzte sich für die Sanierung der Hauptschule ein.

Ebenso wie sein Amtskollege Josef Doupona aus Klöch baute er das Vereinsleben aus. Die Chancen auf einen Job für Maturanten schätzt der Klöcher Bürgermeister aber gering ein. Wir wollten auch in Bad Rad kersburg Informationen einholen. Doch bis Redaktionsschluss antwortete niemand auf unsere zahlreichen Anrufe. Wie auch immer: Wie es um die Jugend im letzten Eck der Steiermark steht, lesen Sie in den nächsten Tagen in der Kleinen Zeitung.

IRISA OLSCHEWSKI

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