"Wir sagen Euch an, den lieben Advent"
Heute ist der erste Adventsonntag. Passend dazu wurde nun in der Südoststeiermark eine Brauchtums-Broschüre veröffentlicht. Viel Tradition gibt es heute aber auch beim Adventmarkt in Hollenegg.

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Wie muss ein richtiger Adventkranz aussehen? Diese und weitere vorweihnachtliche Fragen rund um das Brauchtum beantwortet eine neue Broschüre, die nun im Vulkanland herausgegeben wurde. Diese Publikation, die kürzlich in Straden vorgestellt wurde, wird in den Gemeinden, bei Adventmärkten und weiteren Veranstaltungen in der Südoststeiermark verteilt. "Jeder Bewohner des Vulkanlandes kann in der Broschüre etwas über das Brauchtum seiner Heimat nachlesen", so Josef Ober. Behandelt werden darin Themen wie der Adventkalender, die Barbarafeier, Krampus und Nikolaus, das Herbergssuchen, Hirten- und Krippenspiele, die Weihnachtskrippe oder auch das Friedenslicht und Turmblasen. Ein eigenes Thema ist den Weihnachtsliedern gewidmet. In einem weiteren Abschnitt widmet sich das 64 Seiten starke Buch auch dem Sinn der Aktionen wie dem grünen Licht in Straden oder dem stillen Advent. Übrigens, um die Eingangsfrage zu beantworten: Die Katholische Kirche wünscht sich schlichte Adventkränze mit Bändern und Kerzen in den liturgischen Farben: Violette Bänder, weiße Kerzen (und eventuell eine rosa oder rote Kerze für den dritten Adventsonntag).
Apropos Adventkranz: Ein überdimensionaler Kranz mit 17 Metern Durchmesser wurde auch gestern wieder im weststeirischen Rassach eingeweiht. Seit 16 Jahren bereits wird der Riesenkranz an der Bundesstraße aufgestellt. Gemeindearbeiter und Schüler der LFS Stainz arbeiteten zwei Tage an der Gestaltung, gut 20 Bäume wurden laut Bürgermeister Gernot Becwar verarbeitet: "Wir wollen ein Zeichen für die stille Zeit setzen." Deshalb wurde die Bundesstraße 76 gestern auch während der Weihe für eineinhalb Stunden gesperrt - das einzige Mal im Jahr, dass in dem Straßendorf Rassach kein Verkehrslärm herrscht.
Besinnlich geht es heute auch im Hollenegger Rossstall zu: Dort laden die Gemeinde, die Handwerker, Bauern und der Kulturverein zum traditionellen Adventmarkt. Krippenbauer, Schnitzer, Spinner oder Besenbindern stellen ihre Werke aus, es gibt kulinarische Köstlichkeiten und künstlerische Darbietungen wie Lesungen und Musik. Zu bestaunen ist auch die größte Wurzelkrippe Österreichs.
Und stimmungsvoll geht es gewiss auch morgen (18 Uhr) beim offenen Volkslied-Singen mit Josef Ertl in Leibnitz zu. Unterstützt wird er von August Herzog, der Weihnachtsgedichte und -geschichten vorträgt.
Features
Der Adventkranz
Erfunden wurde er vom evangelischen Pastor Johann Hinrich Wichern. Er stellte in Hamburg einen Kranz mit 24 Kerzen auf. Um 1900 wurde der Kranz auf vier Kerzen reduziert, von denen an jedem Adventsonntag eine angezündet wird.
Dass auf dem Adventkranz immer mehr Kerzen brennen, symbolisiert die Bibelstelle "Licht, das in der Finsternis leuchtet."









