Die Lehrer bildeten sich weiter
Gewalt ist auch in den heimischen Schulen ein Problem.

Foto © APABei Jugendlichen führt ein mangelndes Selbstwertgefühl laut Experten zu gewalttätigen Handlungen
Schulfrei hatten am vergangenen Dienstag die Pflichtschullehrer des Bezirkes Radkersburg. Die gut 200 Pädagogen machten allerdings nicht blau, sondern trafen sich mit etlichen Elternvertretern und Schulerhaltern zum jährlichen Bezirksfortbildungstag in Straden. Das Generalthema: "Gewalt in der Schule". "Das ist leider überall ein Thema", erklärt der Bezirksschulinspektor Manfred Gollmann. "Beim Fortbildungstag ging es darum, die Gewalt zu differenzieren. Und vor allem um die Strategien, mit denen die Lehrer diesem Phänomen begegnen können."
Fehlende Selbstwertgefühl. Interessante Ansätze lieferten der Grazer Kinder- und Jugendarzt Peter Scheer, Franz Mayer (Lions Quest) und "Drogenrichter" Helmut Wlasak. Letzter betonte, dass gerade bei Jugendlichen oft das fehlende Selbstwertgefühl Ausgangspunkt einer kriminellen Karriere sei. Und dass Lehrer bei Gesetzesübertretungen junger Leute nicht wegschauen dürften.
Regeln aufstellen. Der Mediziner Peter Scheer appellierte, im Schulverband klare, aber nicht zu viele Regeln aufzustellen. Diese müssten verstanden und vor allem eingehalten werden. Gollmann: "Die Uraufgabe des Lehrers ist nach wie vor das Unterrichten. Natürlich ist auch der erzieherische Aspekt nicht ausgeschlossen. Die Defizite der Gesellschaft kann die Schule aber nicht verhindern."








