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Zuletzt aktualisiert: 21.03.2012 um 10:07 UhrKommentare

Gelebt statt inszeniert

Saisonstart bei Urlaub am Bauernhof: Authentisches Angebot kommt auch in Deutschland gut an und zieht verstärkt Gäste aus Polen und Ungarn an.

Anna Kandlbauer, Obfrau Barbara Aschbacher-Gartner, Hannes und Brigitte Sitzwohl mit österlichen Spezialitäten

Foto © SteinerAnna Kandlbauer, Obfrau Barbara Aschbacher-Gartner, Hannes und Brigitte Sitzwohl mit österlichen Spezialitäten

Rund um Ostern beginnt bei den Betrieben von Urlaub am Bauernhof die Saison. Für die Gäste zählt, dass sie familiär geführt werden und man dort traditionell wohnen kann. Einen besonders hohen Stellenwert hat die Kulinarik und wichtig ist das Frühstück mit regionalen Produkten.

Die Urlaubsgäste sind auch an deren Erzeugung interessiert. "Für Städter ist es ein Erlebnis, den Weg von der Frucht am Baum oder Strauch bis ins Glas mitzuverfolgen", weiß Hannes Sitzwohl vom Lindenhof in Riegersburg. Die Vermittlung dieses Wissens zu den Produkten zählt ebenso wie das Miterleben von Bräuchen, so Fachberaterin Anna Kandlbauer. "Sie werden bei den Urlaub am Bauernhof-Betrieben gelebt und nicht inszeniert." Sie ortet eine große Sehnsucht in dieser Richtung. "Das ist mit sehr viel Emotionalität verbunden. Wenn das ganze Haus beim Backen nach Brot riecht, dann erweckt das Kindheitserinnerungen", ist Barbara Aschbacher-Gartner, Obfrau der Urlaubsbauernhöfe in der Region Thermenland, überzeugt.

Wie gefragt das ist, können Brigitte und Hannes Sitzwohl schon für den Saisonstart bestätigen: "Ab Freitag vor dem Palmsonntag sind wird ausgelastet. Wir binden unsere Gäste in den Jahresablauf ein. Das fängt mit dem Palmbuschenbinden an. Es kommen Weihfeuerträger, es gibt ein Osterfeuer und dann das Osternestsuchen im Garten."

Den Urlaubern gelten die Betriebe auch als Fachexperten für Empfehlungen zum Kauf regionaler Erzeugnisse.

60 bis 70 Prozent sind Stammgäste, ein Großteil der Werbung läuft über Mundpropaganda und Empfehlungen, so Sitzwohl. Aber nicht nur. Aschbacher-Gartner: "Viele Beiträge in deutschen Sendern ziehen Gäste von dort an." Bei den Sitzwohls sind es 20 Prozent, gleich viele wie aus Wien. Dann folgen Oberösterreich, Salzburg und Tirol. Stark zugenommen hat in den letzten zwei, drei Jahren die Zahl der Gäste aus Polen und Ungarn.

HELMUT STEINER

Kommentar

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Zu den Betrieben

48 gibt es in den Bezirken Feldbach, Fürstenfeld und Radkersburg. Die meisten werden privat betrieben - bis zu zehn Betten.

Auslastung: durchschnittlich 102 Tage. 100 Tage sind für die Wirtschaftlichkeit erforderlich. Erwirtschaftbar ist das Einkommen für eine halbe Arbeitskraft.

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