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Zuletzt aktualisiert: 03.08.2011 um 11:58 UhrKommentare

Eine neue Chance für zwölf Frauen

Mit einer Ausbildung zur Wohnbetreuerin will ein Dutzend Damen den Weg zurück aus der Arbeitslosigkeit schaffen.

Die Lehrgangsteilnehmerinnen und ihre Betreuerinnen freuen sich schon auf die "Entlassung" in den Arbeitsmarkt

Foto © Robert LenhardDie Lehrgangsteilnehmerinnen und ihre Betreuerinnen freuen sich schon auf die "Entlassung" in den Arbeitsmarkt

Die Firma ging in Konkurs, sie wurden gekündigt oder waren mit ihrem Beruf schlichtweg nicht mehr zufrieden. Die logische Folge: Jobverlust und der Weg zum AMS. Ein Schicksal, das für zwölf Frauen aus den Bezirken Leibnitz und Radkersburg auch eine positive Seite hat. Beim AMS wurden sie nämlich auf die Ausbildung zur Wohnbetreuerin aufmerksam. Eine neuartige Kombination aus Heimhilfe, Seniorenanimation, Hospiz und Kinästhetik, die vom Zentrum für Ausbildungs-Management (ZAM) Leibnitz zum ersten Mal angeboten wird. "Im Vergleich zur klassischen Heimhilfe ist das eine ungeheure Aufwertung.

Nach der Ausbildung stehen den Frauen viele Möglichkeiten offen. Sie können sowohl bei mobilen Pflegediensten als auch in Seniorenheimen eingesetzt werden. Auch eine weitere Spezialisierung in den Bereichen Pflege oder Behindertenbetreuung ist möglich", erklärt Helga Cernko, Leiterin der ZAM-Regionalstelle Leibnitz.

Start der Ausbildung war Mitte März. Vorher mussten die Interessentinnen aber ein Auswahlverfahren und Einzelgespräche positiv hinter sich bringen. Letztlich haben zwölf Damen unterschiedlichen Alters diese Hürde genommen. Ende Oktober werden sie mit einem Zertifikat in der Hand auf den Arbeitsmarkt losgelassen. Zur Halbzeit ziehen sie eine durchwegs positive Bilanz. "Es ist genau das, was wir uns vorgestellt haben. Die Qualität der Ausbildung ist sehr gut, böse Überraschungen sind ausgeblieben", lautet der Tenor der Teilnehmerinnen. Ein Lob, das Ausbildungsleiterin Eva Maria Wakonigg nur zurückgeben kann: "Die Damen sind wahnsinnig engagiert bei der Sache, die Gruppe ist sehr harmonisch."

Gute Jobaussichten

Wie sich die frisch gebackenen Wohnbetreuerinnen am Arbeitsmarkt etablieren, wird man sehen. Helga Cernko ist jedenfalls zuversichtlich: "In Deutschlandsberg wurde die Ausbildung im Vorjahr durchgeführt, die Vermittlungsquote lag bei 100 Prozent."

Einige der Damen wollen, wenn möglich, gleich die Ausbildung zur Pflegehelferin anschließen. "Ich hoffe, dass die Chancen auf einen Ausbildungsplatz mit diesem Abschluss steigen", meint eine Teilnehmerin.

ROBERT LENHARD

FAKTEN

In der Steiermark gibt es elf Zentren für Ausbildungs- management. Darunter in Leibnitz und Deutschlandsberg.

Eigentümer sind das AMS und das Land Steiermark.

Zu den Aufgaben zählen Beratung und Qualifizierungsmaßnahmen für arbeitssuchende Frauen, aber auch Unternehmen.

www.frauenqualifizierung.at

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