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Sparpaket auch bei der Bauernkammer
Landwirte zahlen mehr, Sparen bei der Bürokratie bringt auch weniger Bezirkskammern.

Foto © APASujetbild
Die Leistungen für die Bauern würden eher verbessert als reduziert, sonst aber stehe in der Landwirtschaftskammer (LK) alles auf dem Prüfstand. Das sagte Kammerpräsident Gerhard Wlodkowsk, nachdem die Spitzen der Funktionäre die Prinzipien des Sparpakets einstimmig abgesegnet hatten, das ab 2012 zu greifen beginnt.
Auch für die steirische Kammer gilt der Sparkurs des Landes. Sie muss ab dem nächsten Jahr statt mit 17,7 Millionen mit 14 Millionen Euro vom Land auskommen. Das Gesamtbudget der Bauernkammer macht fast 39 Millionen Euro aus, davon sind gut die Hälfte öffentliche Mittel. Das deshalb, weil die Kammer eine Reihe von Aufgaben erledigt, welche die Politik sonst auf eigene Kosten bestreiten müsste.
Eine Million Euro - plus 13,7 Prozent - werden die Mitglieder zum Sparpaket beisteuern, indem sie mehr Kammerumlage zahlen. Die sei lange gleich geblieben und für die Mehrzahl der Landwirte mit kleinen Betrieben sehr moderat, so Wlodkowski. Eine Million muss auch die Kammerzentrale in Graz abspecken. In diesem Punkt setzten sich die Bezirksfunktionäre durch.
Vier Bezirke wackeln
Denn "draußen" wird es die härtesten Einschnitte geben. Wlodkowski will die vom Land geplante Zusammenlegung von Bezirkshauptmannschaften auch hier vollziehen und so eine Million Euro hereinholen. Neben der Fusion von Judenburg und Knittelfeld sollen sich jene von Feldbach und Radkersburg, Fürstenfeld und Hartberg sowie Bruck und Mürzzuschlag abzeichnen. Dabei müssten die Bauern weiter unbürokratisch zu den Leistungen der Kammer kommen. Allerdings - auch das gehört zum Sparpaket - wird es speziellere Hilfen künftig nicht mehr kostenlos geben. Der Mitarbeiterstand der Kammer von knapp 380 Vollzeitkräften wird mittelfristig sinken, Kündigungen soll es aber keine geben.




