"Die Kulturen sehen gut aus"
Bei Mais und Kürbis hofft man in den Bezirken Feldbach und Fürstenfeld auf gute Ernten. Im Obstbau ist man mit einem blauen Auge davon gekommen. Für den Wein steht es heuer gut.
Die Landwirte in der Region können mit dem Zustand ihrer Kulturen zufrieden sein. "Grundsätzlich stehen sie nicht schlecht da - trotz der Trockenheit im Frühjahr, der Fröste zu Ostern und dann spät Mitte Mai und Anfang Juni", umreißt der Feldbacher Kammerobmann Peter Riedl die Lage. Grund dafür ist auch, dass der Bezirk bis auf wenige Ausnahmen - Raum Frutten und Raum Edelstauden - von gravierenden Unwettern verschont geblieben ist. Beim Mais - flächenmäßig die wichtigste Kultur - habe es dort, wo früh gesetzt wurde, Schwierigkeiten beim Auflaufen gegeben. Aber man dürfe auf eine halbwegs gute Ernte hoffen. Wegen der Dürre in den USA ist der Maispreis gestiegen.
Gute Erträge
Sehr gut waren die Erträge beim Wintergetreide. Der Anbau von Gerste und Co. hat gegenüber dem Jahr 2011 flächenmäßig um ein Viertel zugenommen. "Beim Sommergetreide dagegen war die Ernte durchwachsen", so Kammersekretär Hubert Vorraber. Wegen der ab heuer verpflichtenden Kulturfolge haben gar nicht wenige Bauern Sommergetreide angebaut. Das trockene Frühjahr - die Saat ging nicht gleichmäßig auf - führte aber zu Einbußen.
Beim Kürbis sieht es gut aus. Kleinräumig musste in Muldenlagen, die von der Junikälte betroffen waren, flächenweise nachgesetzt werden.
Im Gemüsebereich gab es Probleme beim Salat. Vorraber: "Er ist spät gekommen - schlagartig war dann sehr viel da." Was sich auf Preis und Absatz ausgewirkt hat. Den Käferbohnen - zum Großteil mit Mais als Stützpflanze kultiviert - hat in manchen Lagen die große Hitze bei der Blüte im Juni nicht gut getan.
Beim Grünland war der Ertrag beim ersten Schritt wegen der Trockenheit etwas geringer, lag dann aber im Durchschnitt.
"Im Obstbau gibt es bei den vom Frost verschonten Flächen eine sehr gute Qualität", so Markus Lafer. Er hat in Oberweißenbach seinen Hof mit Maiskulturen und Obstgärten mit den Apfelsorten Gala, Evelina und Idared. Bei früh blühenden Sorten wie Idared gab es stellenweise Einbußen von 50 Prozent. Vorraber geht insgesamt von einem Minus in der Bandbreite von zehn bis 20 Prozent gegenüber durchschnittlichen Jahren aus. Beim Steinobst (Kirschen, Marillen) gab es zum Teil Totalausfälle. Vielversprechend ist dagegen die Situation beim Holunder.
Lichtblick
Ein besondere Lichtblick ist auch der Wein. Riedl: "Wie es sich jetzt darstellt, wird es eine sehr schöne Ernte werden."
Nahezu identisch stellt sich die Lage im Bezirk Fürstenfeld dar. Allerdings hat der Hagelschlag Anfang Juli im Großraum Ilz-Nestelbach sowie um die Bezirkshauptstadt - wie berichtet - zu Totalausfällen bei Feldgemüse, Kürbis und Holunder geführt.
Auffällig ist der neuerliche Rückgang der Flächen, auf denen Ölkürbis angebaut wird. Kammerobmann Kurt Tauschmann führt das auf das deutlich höhere Ertragsrisiko bei dieser Kultur zurück.
Features
FAKTEN
Bezirk Feldbach
Ackerflächen (2012): 25.379 Hektar (ha).
Spezialkulturen: 1678 ha (davon 808 ha Tafeläpfel, 525 ha Holunder).
Wein: 466 ha.
Grünland: 6805 ha.
Mais: 17.456 ha (-2,69 Prozent).
Getreide: 3158 ha (+25,67 Prozent).
Soja: 371 ha (+250 Prozent).
Ölkürbis: 1934 ha (-19,72 %)
Markante Zunahme bei Soja und Getreide (auch) aufgrund der verpflichtenden Kulturfolge.
Bezirk Fürstenfeld:
Ackerflächen: 8734 ha.
Spezialkulturen: 409 ha (190 ha Tafeläpfel, 129 ha Holunder).
Wein: 156 ha.
Grünland: 1109 ha.
Mais: 4551 ha (-0,94 Prozent).
Getreide: 1348 ha (+5,73 Prozent).
Soja: 289 ha (+7,04 Prozent).
Ölkürbis: 1120 ha (-12,23 Prozent).








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