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Zuletzt aktualisiert: 19.07.2012 um 20:16 UhrKommentare

Umsetzung der Energievision rückt näher

2025 möchte das Steirische Vulkanland energieautark sein. Namhafte Betriebe setzen mit Fotovoltaik-Großanlagen einen wichtigen Schritt in diese Richtung.

Ein Teil der Firmenvertreter, die an der Umsetzung der solaren Großprojekte beteiligt sind

Foto © TrummerEin Teil der Firmenvertreter, die an der Umsetzung der solaren Großprojekte beteiligt sind

V or 13 Jahren hatten mein Bruder und ich ein kleines Elektrounternehmen am Berg gegenüber, heute beschäftigen wir 40 Mitarbeiter bei Projekten in 20 Ländern, unter anderem in Schottland und China", denkt Gerald Windisch, der gemeinsam mit seinem Bruder Enrico in Berndorf bei Kirchberg die Firma Wiet führt, dass eine energieautarke Region Steirisches Vulkanland in weiteren 13 Jahren, nämlich 2025, durchaus machbar sei. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung setzt eine Kooperation von namhaften Unternehmen im Raabtal, die Fotovoltaikanlagen auf die Dächer ihrer Produktionsstätten montierten (siehe auch die Info-Box).

Sowohl Ferdinand Leopold als auch Johann Kaufmann vom Fleischhof Raabtal betonen, dass ihnen der ökologische Aspekt sehr viel bedeute. Leopold rechnet damit, dass sich seine Anlage in sieben Jahren amortisiert haben wird.

Große Dachflächen

Federführend in der Beratung ist einmal mehr der Solarenergie-Pionier Anton Reicht aus Paldau mit seiner Firma Solarel. "Mein Bruder und ich hatten vor zwei Jahren die Idee, heimische Betriebe mit großen Dachflächen für die Fotovoltaik zu begeistern. Bei hohem Stromverbrauch ist das auch ohne Förderung interessant", meint Reicht. Die derzeit am Projekt beteiligten Firmen haben mit einer Kollektor-Fläche von 7014 Quadratmetern ein Umsetzungsvolumen von 1002 KWpeak - das entspricht 1100 Megawattstunden pro Jahr und einer möglichen Versorgung von 250 Haushalten.

Dass die bereits erreichte Leistung einem Fünfhundertstel der für das Jahr 2025 angepeilten Menge entspricht, freut den Obmann des Steirischen Vulkanlandes, Josef Ober: "In der Region wird bereits ein Drittel des Stroms über Wasserkraft erzeugt. Um autark zu sein, würden wir rund 320 Großanlagen benötigen und das halte ich für machbar. Interessenten werden gesucht." Positiv sei auch der Nebeneffekt, dass auf Firmendächern montierte Anlagen keine zusätzlichen Flächen verbrauchten. Kirchbergs Bürgermeister Flroian Gölles sieht sich und seine Amtskollegen gefordert, bei behördlichen Hürden behilflich zu sein.

REGINA TRUMMER

FAKTEN

Folgende Firmen kooperieren in Sachen Fotovoltaik: Obst Leopold, Geflügel Titz, Schiefer Titz OG, Fleischhof Raabtal, Roth Bauhandwerk, Firma Windisch und zahlreiche kleinere Projekte.

Auf die Beratung für Großanlagen hat sich das Paldauer Unternehmen Solarel spezialisiert. Infos unter www.solarel.at.

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