Südsteiermark: Eine Haube meldet sich ab
Diesen Frühling ist in der Südsteiermark einiges neu: "Tscheppe an der Weinstraße" ist verkauft. Das "Kleine Wirtshaus an der Weinstraße" sperrt hingegen auf.

Foto © LEODOLTER Die Küche bleibt bei Waltraud, Katharina und Roland nun kalt
Gerüchte gab es schon länger, aber jetzt ist es fix. Und so ruft in der Südsteiermark eine der bekanntesten Familien der Weingegend die Sperrstunde aus: Die Tscheppes verkauften jetzt auch ihr kulinarisches Ausflugsrefugium in Sulztal und ziehen sich ab sofort vom besten Platz der Weinstraße zurück.
Katharina Tengler-Tscheppe, die als Eigentümerin zusammen mit ihren Eltern Roland und Waltraud das beliebte Haubenrestaurant seit dem Jahr 1988 geführt hatte, traf diese Entscheidung schweren Herzens: "Da ich seit Langem meinen Lebensmittelpunkt nach Niederösterreich verlegt habe und es diesbezüglich keine Perspektive gab, haben wir uns entschlossen, diesen Schritt zu tun und zu verkaufen." Und wenn jetzt so mancher Stammgast ein paar Tränen zerquetscht, darf durchaus mit Trost gerechnet werden. Denn die Chancen, dass das "Gasthaus Tscheppe an der Weinstraße" nach der üblichen Wintersperre nicht Geschichte ist, stehen gar nicht übel, weil der neue Eigentümer an eine Weiterführung des Betriebs in ähnlicher Form denken soll.
Gastronomische Verstärkung
Zudem naht nur einen kleinen Steinwurf entfernt gastronomische Verstärkung: "Das kleine Wirtshaus an der Weinstraße" nennt sich das neue kulinarische Kleinod von Werner und Herta Schramm in Sulztal und soll ab diesem Sommer seinem Namen alle Ehre machen, weil im traumhaft gelegenen Winzerhaus tatsächlich gerade einmal 30 Gäste auf vier Tischen Platz finden. Gekocht wird bodenständig und echt steirisch - vom Gulasch bis zum Backhendl. Wenn die Umbauarbeiten der ehemaligen Pfarrkeusche im Juli abgeschlossen sind, wird das Wirte-Ehepaar übrigens auch die Pforten seines Gasthauses im nahen Seibersdorf bei Sankt Veit schließen.








