Die Zecken sind los!
Erste Tiere im Bezirk entdeckt. Doch noch ist Zeit, sich impfen zu lassen.

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Zwar ist der Sommer noch fern. Doch die Zecken treiben bereits jetzt in der Weststeiermark ihr Unwesen: "Mein Hund hat heuer schon zwei Zecken gehabt", ist etwa eine Ligisterin erstaunt. Doch Amtsärztin Rosemarie Gössler gibt (noch) Entwarnung: "Die eigentliche Gefahr beginnt erst mit der warmen Jahreszeit." Aber die kleinen Blutsauger können sich jetzt schon in Sträuchern und Büschen festkrallen und auf ihre Opfer - egal ob Mensch oder Tier - warten. Dabei ist nicht der Zeckenbiss an sich gefährlich, sondern jene Erreger, die dadurch übertragen werden kann: FSME, Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, also Gehirnhautentzündung, und bakterielle Borreliose.
Gefahr ist überall. Wirklich Schutz bietet nur eine Impfung. "Auch wenn man nicht in den Wald geht, sollte man sich unbedingt impfen lassen", erklärt die Amtsärztin. Die Blutsauger würden nämlich im eigenen Garten ebenso lauern, wie auf der Wiese oder im Schwimmbad.
Warm und feucht. Zudem zählt die West- ebenso wie die Südsteiermark zu jenen Gebieten, in denen sich die parasitischen Milben am liebsten niederlassen. Für einen Steirer endete ein Zeckenbiss im Vorjahr tödlich. "In den vergangenen Jahren hat es auch in inneralpinen Lagen Zecken gegeben, doch wo es warm und feucht ist, lassen sie sich liebend gerne nieder." Darum würden sich nicht nur Einheimische, sondern auch Urlauber aus dem In- und Ausland einer FSME-Schutzimpfung unterziehen. "So wie man bei einer Reise nach Afrika Gelbfieber impfen soll, ist es bei uns in Österreich ratsam, gegen FSME geimpft zu sein." Nebenwirkungen wie Hautrötungen oder Übelkeit treten zudem sehr selten auf.
Impfen lassen sollte sich übrigens jeder: vom Kleinkind (empfohlen ist die Impfung ab dem ersten Lebensjahr) bis zu Opa und Oma.
Features
Der Hozbock
Schuld ist vor allem der gemeine Holzbock, lateinisch Ixodes ricinus, landläufig vor allem als Zecke bekannt. Wegen der Zecken gilt Österreich nämlich als europäisches Hochrisikogebiet, was nicht heißt, dass wir nun in Panik verfallen sollen. Seit 1981 gibt es in Österreich die FSME-Impfung und anders als in anderen Ländern ist bei uns die Durchimpfungsrate äußerst hoch. So sind in der Steiermark mehr als 90 Prozent der Bevölkerung geimpft und damit nahezu zu hundert Prozent sicher, nicht an der Frühsommer-Meningoenzephalitis, die durch den FSME-Virus hervorgerufen wird, zu erkranken.
Sollten Sie nicht zu den eingangs erwähnten 90 Prozent gehören: Das Impfen tut (fast) nicht weh, ist nicht teuer und grundsätzlich nebenwirkungsfrei. Vor allem aber: Es schützt.
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Termine
Die Impfungen finden in den Außenstellen der steirischen Gebietskrankenkassen statt.
Deutschlandsberg: 20. März (12 bis 17 Uhr); 10. April und 8. Mai (je 9 bis 14 Uhr).
Leibnitz: 6. und 27. April, 18. Mai (je 11 bis 16 Uhr).
Mureck: 31. März (14 bis 17 Uhr) und 21. April (9 bis 12 Uhr).
Graz (Ambulatorium, 2. Stock): Täglich bis 29. Mai (je 13 bis 15 Uhr).
Kosten: 17 Euro für StGKK-Versicherte und deren Angehörige, 20,70 Euro für alle anderen. Kinder werdenerst ab dem 7. Geburtstag geimpft.







