Braune Brühe in der Raab
Fischer klagen über bräunliche Wolken in der Raab im Raum Lödersdorf-Johnsdorf. Über die Ursachen wird derzeit noch gerätselt.

Foto © APANach dem Schaum soll nun eine braune Brühe in die Raab fließen
Franz Rabl kommt jedes Jahr nach Hatzendorf und fährt zum Fischen an die Raab. Was der Pensionist aus Wien in den letzten Tagen dort zu sehen bekam, hat den passionierten Fischer ziemlich aufgebracht: "Im Wasser waren bräunliche Wolken sichtbar und an der Oberfläche ein braunroter, aschenartiger Film. Der war irgendwie fettig." Von Freitag vergangener Woche bis Dienstag war das täglich am frühen Vormittag zu beobachten. "Am Nachmittag war das Wasser dann wieder ganz rein", so Rabl. Gerhard Groß, Fischereiaufseher in Lödersdorf, war zwar nicht jeden Tag am Fluss, hat aber ähnliche Beobachtungen gemacht. Ein Indiz für die beiden, dass etwas nicht gestimmt hat: "Es hat sich nichts an der Oberfläche gerührt. Kein Fisch war zu sehen. Dass die Fische nicht beißen, kommt ja zum Beispiel witterungsbedingt öfters vor, aber da hat sich gar nichts getan." Gemeldet wurde das Phänomen allerdings nicht.
Daher weiß man auch bei den Behörden nichts davon. "Uns ist davon nichts bekannt", so Adolf Haluschan, Leiter des Referats Wasserwirtschaft bei der Baubezirksleitung Feldbach. Man werde am Donnerstag präventiv einen Mitarbeiter vorbeischicken, um die Situation in Augenschein zu nehmen.
Auch bei der Gewässeraufsicht des Landes ist über Verunreinigungen in der Raab nichts bekannt, wie Referatsleiterin Barbara Friehs betont. Es wurde auch das Überwachungsprogramm nicht zurückgefahren. Zwölf Mal im Jahr werden an vier Messstellen von Feldbach bis Hohenbrugg Wasserproben entnommen und chemisch-physikalisch untersucht. Dazu gibt es 14-tägig Anlagenüberwachungskontrollen in den Lederfabriken.









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