Kulturfestival regionale08 mit rund 50.000 Besuchern
Das in diesem Jahr erstmals anstelle der bisherigen Landesausstellungen abgehaltene steirische Kulturfestival "regionale08" hat rund 50.000 Besucher angelockt.

Foto © Schleich35 Formate sind an 32 orten gespielt worden.
Dies erklärte
LHStv. und Kulturreferent Kurt Flecker (S) am Dienstag im Landtag im
Zuge der Beantwortung einer Anfrage der ÖVP. 35 Formate seien in acht
Kategorien an 32 Orten in 140 Veranstaltungen gespielt worden. Die
von VP-Klubobmann Christopher Drexler nachgefragte "Nachhaltigkeit
des Festivals" sah Flecker auf unterschiedliche Weise gegeben.
Nachhaltigkeit. Der Begriff der Nachhaltigkeit sei ein "äußerst dehnbarer", so
Flecker. Da Beleuchten des Spannungsfeldes zwischen Orient und
Okzident unter dem Generaltitel "Diwan" habe äußerst aktuelle
Aspekte: "Der Versuch, gegenseitiges Verstehen zu initiieren, kann
nur positiv bewertet werden und dient ganz wesentlich der
Nachhaltigkeit", sagte der Kulturreferent. Damit werde den
Betrachtern vor allem eine andere Perspektive eröffnet, "als dies zum
Beispiel aktuelle Wahlplakate tun".
"Hosted". Mit dem Format "Hosted" in Leitersdorf sei ein ganzes Dorf
unmittelbar mit zeitgenössischer Kunst konfrontiert worden. Damit
wurde ein bleibendes Verhältnis zu zeitgenössischer Kunst geschaffen,
"verstehend, bewundernd, ablehnend oder auch nur registrierend".
Flecker räume ein, dass z. B. das Projekt "Maisschnitt" in Gosdorf
nicht leicht durchschaubar gewesen sei: "Aber es gab zumindest die
Konfrontation damit".
Interesse. Es gebe aus anderen Bundesländern bereits Interesse für ähnliche
Festivals. Das Format "Spurenlese" in Gosdorf habe dazu geführt, dass
der Bürgermeister bereits gebeten worden sei, in den nächsten Jahren
Ähnliches wieder zu veranstalten.
Bauliches. In baulicher Hinsicht könne man hoffen, dass durch die
Veranstaltungen bei der Tabakhütte in Ilz das Gebäude gerettet werden
kann. Leider seien die Aussichten bei der Feldbacher Fleckviehhalle -
dem Ort der Eröffnungsfeier - nicht so günstig. Für das desolate
Schloss Hainfeld werde gerade an einem Nachnutzungskonzept
gearbeitet, das eine wissenschaftliche Akademie zum Thema Orient und
Okzident beinhaltet. Durch die Veranstaltungen in Hainfeld sei zudem
das Bild des Orientforschers Joseph von Hammer-Purgstall wieder in
das Gedächtnis der Öffentlichkeit geholt worden.








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