Wirtschaftskammer-Regionalstelle verzeichnet Zuwächse
Die Wirtschaftkammer-Regionalstelle verzeichnet mehr Mitglieder und erhöhten Betreuungsbedarf. Daher hat sie sich auch räumlich ausgedehnt.

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Wir verzeichnen pro Jahr einen Zuwachs von 200 Mitgliedern, daher brauchen wir auch mehr Räumlichkeiten", schildert Günther Stangl, Obmann der Wirtschaftskammerregionalstelle Südost, die für die Interessensvertretung positive Entwicklung. Auch die Betreuung werde immer intensiver - von Fragen der Sozialversicherung bis zur Förderberatung. Ein erster Befreiungsschlag in Sachen Platz ist mit der Nutzung jenes Raumes gelungen, in dem früher die Sparkassenfiliale untergebracht war.
Der erhöhte Betreuungsbedarf hat mehrere Ursachen. "Die Wirtschaftslage spürt man auch in den Serviceanfragen", betont Wirtschaftskammerdirektor Thomas Spann. Vergleicht man das erste Halbjahr 2008 mit jenem von 2009, so ist die Zahl der Servicefälle um 8,5 Prozent gestiegen, die Zahl der Kunden, die es in Anspruch genommen haben, um fast 30 Prozent. Spann stellt einen generellen Trend fest, der an der Zunahme Anteil hat: "Die Gesellschaft wird unternehmerischer." Vielfach sind es Ein-Personen-Unternehmen (EPU). In der Region liegen sie über dem Landesdurchschnitt und machen 59 Prozent der WK-Mitglieder aus. Vertreten sind IT-Akteure, Agenturen und Handel im Direktvertrieb ebenso wie Tischler (Montage) oder Baugewerbe.
Zufriedene Kunden
Wobei Regionalstellenleiter Thomas Heuberger unterstreicht, dass nicht jede Arbeit selbständig durchführbar ist: "Die Abgrenzung zur Scheinselbständigkeit ist aber gelungen. Jener Bereich der persönlichen Dienstleistung, wo versucht wurde, vieles unterzubringen bis zur Hilfsarbeitertätigkeit, ist praktisch verschwunden.
Bei den Themen, die nachgefragt werden, steht das Gewerberecht an der Spitze (4335 Anfragen) gefolgt von Zollfragen (3395).
Auch die Kundenzufriedenheit mit der Servicehotline 601 601 - kann sich sehen lassen. Von Freundlichkeit (Note 1,3) über fachliche Kompetenz (1,4) bis Schnelligkeit/Bearbeitung (1,5) liegt man sehr gut. "Und das bei gleichen Ressourcen und steigenden Fällen", wie Spann hervorhebt. Sehr zufrieden ist man mit dem Betriebsnachfolge-Projekt "Follow me". 2008 gab es 34 begleitete Übergaben, heuer schon neun. Heuberger: "Das sind sehr intensive Prozesse. Sehr gut gelingen sie dort, wo sie aus dem Unternehmen heraus oder mit ehemaligen Partnern erfolgen."
In eigener Sache trägt sich die Regionalstelle mit dem Gedanken, Bildung (derzeit im Haus der Region in Kornberg situiert) und Beratung zentral unter ein Dach zu bringen.









