Schinko-Konkurs: 70 Beschäftigte auf der Straße
Kirchbach: 70 Arbeitnehmer und 180 Lieferanten sind von der Insolvenz des Betonherstellers betroffen.

Foto © www.schinko.comAuch Pflastersteine wurden bei oststeirischem Betrieb hergestellt
Schock für Kirchbach: Am Dienstag wurden über das Vermögen der Ing. J. Schinko Beton- und Fertigteilwerk Gesellschaft m.b.H in Glatzau und über das Vermögen der Schinko Pflaster Gesellschaft m.b.H in Schwarzau auf eigenen Antrag die Konkursverfahren eröffnet, berichtet der Kreditschutzverband von 1870 (KSV). Im Beton- und Fertigteilwerk, wo kleinformatige Baustoffe und Transportbeton hergestellt werden, sind 70 Arbeitnehmer betroffen, in der Pflasterei sind keine Dienstnehmer beschäftigt.
Überschuldung von 2,2 Mio. Euro. Nach Angaben des KSV ergibt sich für das Betonwerk eine Überschuldung von 2,2 Millionen Euro: Aktiva von 4,6 Millionen Euro stehen Passiva von 6,8 Millionen Euro gegenüber. Die Verbindlichkeiten in der Pflasterei belaufen sich auf rund 400.000 Euro. 180 Lieferanten sind betroffen. Als Insolvenzursachen nennen die betroffenen Unternehmen einen wesentlichen Umsatzrückgang im Jahr 2005. Verhandlungen und Maßnahmen zur Verbesserung der finanziellen Situation sind letztendlich gescheitert.
Betrieb wird geschlossen. Die Unternehmen sollen geschlossen werden, so der KSV. Zwangsausgleichsbestrebungen seien nicht beabsichtigt. "Der Betrieb wird geschlossen", bestätigt auch der geschäftsführende Gesellschafter Georg Schinko. "Es ist aber an eine Fortführung gedacht. Wir sind bestrebt, Mitarbeiter, die 20 Jahre und länger bei uns sind, in irgendeiner Art und Weise weiter zu beschäftigen." Für Mittwoch ist ein Gespräch mit Masseverwalter Candidus Cortolezis angesetzt, so Schinko.
Frühwarnsystem. Beim Arbeitsmarktservice hat man erst durch die Kleine Zeitung vom Konkurs erfahren. Über das Frühwarnsystem sei keine Anmeldung erfolgt, so Marianne Suppan, Leiterin des AMS Feldbach.







