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    Zuletzt aktualisiert: 11.09.2010 um 05:00 UhrKommentare

    Es kracht in der Bäckerei-Branche

    Bäckereien: Wieder sorgt eine Insolvenz für Schlagzeilen. Zwischen Aufbackwaren, Diskontern und dem Handel gerät die Branche unter Druck.

    "Bäcker müssen die Marktregale bis Ladenschluss füllen und dann oft enorme Retourmengen", G. Stangl, stellv. Innungsmeister

    Foto © APA"Bäcker müssen die Marktregale bis Ladenschluss füllen und dann oft enorme Retourmengen", G. Stangl, stellv. Innungsmeister

    Das Sprichwort von den "kleineren Brötchen", die viele nun backen müssen, liegt einem auf der Zunge - wäre die Lage nicht so ernst: Tatsächlich erleben die steirischen Bäcker harte Zeiten.

    In den letzten Jahren fanden sich viele Traditionsfirmen - etwa in Hartberg oder Kirchbach - in den Aussendungen der Kreditorenverbände. Gestern kam ein bekannter Name hinzu: Das Grazer Unternehmen Kotzbeck-Loh hat ein Insolvenzverfahren angemeldet. Der Betrieb soll aber aufrechtbleiben.

    Es gibt viele Gründe, warum es in der Branche kracht: Steigende Lohnkosten, teurere Zutaten, überall und jederzeit erhältliche Aufbackwaren und Back-Diskonter um die Ecke setzen die Bäcker unter Druck. Darüber hinaus stößt vielen vor allem ein Punkt sauer auf: Unisono wird der Druck seitens der Handelsketten kritisiert.

    "Preisdiktat"

    So spricht Rechtsanwalt Georg Dieter, der die Grazer Firma Kotzbeck-Loh im Insolvenzverfahren vertritt, von einem "extrem ruinösen Preisdiktat". Man sei vertraglich verpflichtet, bis kurz vor Ladenschluss den Supermärkten frisches Gebäck zu liefern - und Retourwaren, die nicht verkauft werden, wieder zurückzunehmen.

    Dieser Spagat sei finanziell nicht zu schaffen, bestätigt ein Hartberger Kollege, der lieber anonym bleiben will: "Was man da wieder zurücknehmen muss, ist oft so viel, das kannst du nie und nimmer kalkulieren." Wie es der Branche geht? "Hier in Hartberg waren es einmal acht alteingesessene Bäckereien. Jetzt gibt's nur noch zwei."

    Vorwürfe, die man seitens Spar und der Rewe-Gruppe entschieden zurückweist. Man sei an einem fairen Miteinander interessiert (siehe rechts).

    Günther Stangl, stellvertretender Landesinnungsmeister und selbst Bäcker in Gnas, bestätigt die ernste Lage - und tischt einen weiteren Grund auf. "Auch bei den Backwaren geht der Kunde halt langsam weg von der traditionellen handwerklichen Arbeit. Da ist oft bloß nur noch der Preis entscheidend."

    MICHAEL SARIA

    INSOLVENZEN

    Allein 2008 beliefen sich laut Alpenländischem Kreditorenverband die Verbindlichkeiten bei steirischen Bäcker-Insolvenzen auf fünf Millionen Euro.

    Heuer seien viele Traditionsbetriebe betroffen.

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