Der elektrische Tierarzt
Jagerberger Tierarzt Willibald Sommeregger setzt auf E-Mobilität. Der Strom für sein Elektroauto kommt von der Fotovoltaikanlage vor seinem Haus.
Auf die Frage, warum er das mache, braucht Willibald Sommeregger keine Zeit zum Überlegen: "Wegen meiner Kinder. Sie sollen auch noch was von der Welt haben." Für ihn ist klar, dass es ohne die Regionalisierung und Ökologisierung der Energie keine Zukunft gibt. Als er vor eineinhalb Jahrzehnten in Unterzirknitz baute, dämmte der Jagerberger Tierarzt mit Hanf, Zellulose und Kork. Die Tage der Ölheizung, "das war früher einfach die günstigste Lösung", sind gezählt.
Vorerst größte Errungenschaft sind die Fotovoltaikanlage vorm Haus und das Elektroauto in der Garage. Die Investition zahlt sich für den innovativen Tierarzt aus: "Ich spare mir im Jahr durch den Umstieg auf die E-Mobilität 4000 bis 5000 Euro." Bürgermeister Viktor Wurzinger ist stolz auf seinen Gemeindebürger: "Willi Sommeregger ist auf dem Weg in die Energieunabhängigkeit. Ich wünsche mir viele solche Vorbilder in der Gemeinde." Der Ortschef plant für den Herbst einen "Energiewandertag", wo die Jagerberger sich vom Energiekonzept Sommereggers und anderer innovativer Köpfe überzeugen können. Für Vulkanland-Obmann Josef Ober sollte das Beispiel des "ersten Tierarztes mit Elektroauto" Schule machen. Gerade für Kurzstreckenfahrer mit hoher Kilometerleistung sei die Elektromobilität bereits jetzt die wirtschaftlich lukrativste Lösung. Dass der Tierarzt mit Kärntner Wurzeln die Vulkanland-Energievision so vorbildlich erfüllt, freut den Vulkanland-Motor Ober ganz besonders.







