Neues Leben im Steinbruch
Das Ende für den Trassabbau im Steinbruch von Gossendorf ist gleichzeitig ein neuer Anfang: Das Gelände wird inklusive alter Schmiede für künftige touristische Nutzung rekultiviert.
Nach der Einstellung des Trassabbaues im Steinbruch Gossendorf wurden im Zuge eines Betriebsabschlussplanes Revitalisierungsmaßnahmen durchgeführt. Gemeinde und Tourismusverband haben sich für eine touristische Nutzung des Areals entschieden.
Pachtverträge aufgelöst. Mit der Einstellung des Bergbaues durch die Wietersdorfer und Peggauer Zementwerke wurden auch die Pachtverträge mit den Grundeigentümern aufgelöst. Und das Unternehmen laut gesetzlicher Vorgabe verpflichtet, Maßnahmen zu treffen, die einem Urzustand nahe kommen. Als ein erster Schritt wurde ein tiefer Graben aus dem Bruchgelände gezogen, damit das Wasser abrinnen kann. Dazu meint Bürgermeister Helmut Marbler: "Bisher wurde das Wasser mit einer Pumpe abgepumpt. Um das Wasser frei abrinnen zu lassen, musste der Graben auf Niveautiefe gezogen werden. Daher ist er so tief. Auch eine Verrohrung wäre möglich und vom Aussehen her sicher schöner gewesen."
Pläne. Geplant ist, dass der gesamte Graben bepflanzt wird und so weniger störender wirkt. Aufgeschüttet wurde auch der unterste Bereich des Trasssteinbruches, wo die mineralienreichste Opalschichte lag, die dadurch allerdings verloren ist.
Konzept. Gemeinde und Tourismusverband arbeiten derzeit an einem Konzept, das den Erhalt von noch bestehenden Betriebsgebäuden und deren Ausbau zu einem Museum vorsieht. In erster Linie soll die ziegelgemauerte Schmiede mit ihrer alten Inneneinrichtung als Museum ausgebaut werden. "Dort wollen wir auch eine Dokumentation über die 60-jährige Geschichte des Trassabbaues in Gossendorf anbringen. Das Haus soll offen stehen, damit Wanderer dazu jederzeit Zugang haben", berichtet Marbler von den Plänen.







