Eine Premiere im Tunnel
Feuerwehr übte im Lärmschutztunnel Gniebing erstmals den Ernstfall.

Foto © LFV/FEUERWEHR PRESSEDIENST Die Übung im Tunnel brachte wichtige Erkenntnisse für den Einsatz im Ernstfall
D er 280 Meter lange Lärmschutztunnel Gniebing ist der einzige Straßentunnel im Bezirk Feldbach. 10.000 Pkw und 1000 Lkw durchfahren den Tunnel auf der Hauptverkehrsachse der Ost-West-Verbindung im Bezirk pro Werktag. Nach Vorgabe von Bezirkshauptmannschaft und Straßenerhaltungsdienst fand dort erstmals eine Übung statt. Ziel: die Überprüfung des Alarmplanes. Übungsannahme: Zusammenstoß zweier Pkw, die in Brand geraten waren, vier Personen vermisst. Nebelmaschinen sorgten für ein realitätsnahes Szenario. Jungfeuerwehrleute und Dummies stellten die Unfallopfer dar.
Unter der Leitung von Christian Gutmann waren 72 Mann von sechs Feuerwehren im Einsatz, um Anfahrt und Aufstellung laut Alarmplan, Menschenrettung, Brandbekämpfung mit schwerem Atemschutz und Wasserversorgung sicherzustellen. Es erfolgte auch eine Überprüfung der Ergiebigkeit der Hydranten an den Tunneleinfahrten. Die Unfallopfer wurden zum nächstgelegenen Portal gebracht und versorgt.
Für Gutmann hat die Übung wichtige Erkenntnisse für taktische Maßnahmen im Ernstfall erbracht hinsichtlich Positionierung der Einsatzleitung und Löschwasserversorgung. Bezirksfeuerwehrkommandant Johann Kienreich und Abschnittskommandant Johann Reinprecht sprechen von essenziellen Erkenntnissen. So werde man im Ernstfall die Begleitstraße sperren müssen. Für Bezirkshauptmann Wilhelm Plauder ist die Realitätsnähe der Übung zentral, weil die Einsatzkräfte im Bezirk noch mit keinem Ernstfall dieser Art konfrontiert waren.








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