Land Steiermark will freiwillige Helfer bei Jobvergabe bevorzugen
Dienstgeber hätten laut Feuerwehr kaum Verständnis für Mitarbeiter, die zu Einsätzen müssen.

Foto © Erwin ScheriauVoves hofft auf Entgegenkommen auf der Arbeitgeberseite
Über die Dienstfreistellungen im Einsatzfall ist auch
bei der vierten von den insgesamt sechs steirischen
Feuerwehr-Regionalkonferenzen in Feldbach diskutiert worden. Gerade
bei längeren Einsätzen hätten Dienstgeber in der Privatwirtschaft
kaum Verständnis dafür, wenn Mitarbeiter statt zur Arbeit in den
Feuerwehr-Einsatz gehen, hieß es am Freitag in einer Aussendung. Als
zuständiger Referent in der Landesregierung möchte LH Franz Voves (S)
mit Vertretern der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung
Gespräche führen, um sie für dieses Thema zu sensibilisieren.
Vorzug bei gleicher Qualifikation.
Das Land selbst will mit gutem Beispiel vorangehen: Bei
Anstellungen im öffentlichen Dienst soll künftig auch mitentscheidend
sein, ob der Bewerber aktiv in einer Einsatzorganisation tätig ist.
Voves: "Ich werde diese Vorgangsweise noch juristisch prüfen lassen -
gibt es keine rechtlichen Hindernisse, wird bei gleicher
Qualifikation derjenige den Vorzug bei einem Landesjob erhalten, der
sich ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit stellt." Auch soll
gezielt eine Bewusstseinsbildung bei den Unternehmen betrieben
werden. Eine steiermarkweite Image-Kampagne für das Ehrenamt soll
gestartet werden, bei der feuerwehrfreundliche Betriebe gekürt
werden.
Voves hofft auf Entgegenkommen.
"In Zeiten, in denen Katastrophen immer häufiger und immer
heftiger auftreten, ist es besonders wichtig, dass die steirische
Bevölkerung darauf vertrauen darf, dass unsere Feuerwehren für sie da
sind", so Voves, der auf ein Entgegenkommen auf der Arbeitgeberseite
hofft.








