ÖGB-Spitze neu gewählt
Karl Pfister wurde als Regionsvorsitzender bestätigt. Gewerkschaft plagen Sorgen, ausreichend Kandidaten für Belegschaftsvertretung zu gewinnen.
Die Neuwahl des regionalen ÖGB-Vorstandes war ein Haupttagesordnungspunkt bei der 2. Regionalkonferenz der Region Südoststeiermark - Bezirke Feldbach und Fürstenfeld. 54 Delegierte - 69 Prozent der Stimmberechtigten - waren ins Volkshaus Feldbach gekommen. Für Karl Pfister als Regionsvorsitzenden und seine vier Stellvertreter gab es ein einstimmiges Votum. Neu im Präsidium nach dem Rückzug von Bundesrat Klaus Konrad und Birgit Pfeifer sind Manuela Leitgeb und Klaus Siutz. Im Arbeitsprogramm strich Pfister die Gewinnung unorganisierter Betriebe, Personalvertreter und neuer Mitglieder sowie die Nachwuchs- und Bildungsarbeit hervor. Er ging auch auf die Bezirksfusionen ein: "Die Leute interessieren keine Namensdiskussionen. Sie wollen Arbeit haben und fairen Lohn. Viele müssen noch pendeln - da ist die Region immer noch benachteiligt."
Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Vida, nannte die Jugendarbeitslosigkeit als große Herausforderung. Verstärkt wolle man sich um die Ein-Personen-Unternehmen kümmern. Er ließ auch kämpferische Töne hören: Der Wohlstand in der Republik sei immer mehr ungleich verteilt. Auch die Reichen müssten zur Kasse gebeten werden. Beim Herzstück der Gewerkschaftsbewegung, den Betriebsräten, sei eine entsprechende Personalplanung wesentlich, um die Nachfolge abzusichern.
Den Handlungsbedarf in diesem Bereich unterstreichen die Regionalergebnisse der Befragung unter Betriebsräten und Personalvertretern, die ÖGB-Landessekretär Wolfgang Waxenegger präsentierte. 80 Prozent betonen, dass es eher schwer ist, Kandidaten für die Belegschaftsvertretung zu gewinnen. "Das ist die Überlebensfrage schlechthin", so Waxenegger.
Zum Abschluss der Regionalkonferenz gab der gelernte Koch Kaske eine Probe seines Könnens und bereitete 20 Portionen Crêpes Suzette zu. HELMUT STEINER







