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    Zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 um 20:16 UhrKommentare

    Versteckte Gefahren im Rauchfang

    Wenn die Heizungen bei extremer Kälte auf Volltouren laufen, können in schadhaften und schlecht gewarteten Kaminen Brände entstehen.

    Foto © APA

    In der Zwischendecke glost ein Schwelbrand - als der Sohn der Hausbesitzerin den Verputz entfernt, wird daraus ein Flammbrand. Ein Dachgeschoss wird durch starke Rauchentwicklung in Mitleidenschaft gezogen. Zwei Fälle, zu denen erst kürzlich die Feuerwehr ausrücken musste (die Kleine Zeitung hat berichtet). Die Ursache lag in beiden Fällen im Kamin. Im ersten war er schadhaft, im zweiten hatte sich Pech gebildet und entzündet. Kaminbrände treten voll allem jetzt auf, wo die Heizungen unter Volllast laufen. Rückstände im Kamin sind der Ausgangspunkt für die Brände. Schadhafte Rauchfänge - auch verdeckte Mängel - können so beachtliche Schäden zur Folge haben und im schlimmsten Fall zum Vollbrand eines Hauses führen.

    Drei Hauptursachen nennt Rauchfangkehrermeister Karl Brandl junior aus Feldbach für das Entstehen unverbrannter Rückstände: eine überdimensionierte Heizung, falsches Brennmaterial und falsche Bedienung.

    Brandgefahr

    "Das entstandene Pech kann sich dann entzünden und dabei können Temperaturen bis zu tausend Grad Celsius erreicht werden." Daher dürfen grundsätzlich keine brennbaren Gegenstände oder Stoffe an Rauchfängen anliegen - von Möbelstücken über Deckenholz bis zu Teilen des Dachstuhlholzes. "Holz braucht ja keine hohen Temperaturen, bis es zum Brand kommt", so Brandl. Vier bis fünf Rauchfangbrände hatte er heuer im Gebiet, in dem sein Betrieb tätig ist, zu verzeichnen. Bei den anderen - sieben Unternehmen gibt es im Bezirk - dürfte das ähnlich sein, schätzt Brandl.

    Meistens merken es die Besitzer selber, weil der Rauchfang nicht mehr zieht, und alarmieren die Feuerwehr oder kontaktieren den Rauchfangkehrer: "Das Pech geht auf wie ein Wabennest. Wenn es ausgebrannt ist, lässt es sich auch leicht entfernen." Kontrolliertes Ausbrennen, wie es früher oft praktiziert wurde, ist nur bei gemauerten Kaminen möglich - moderne werden dadurch kaputt. "Früher waren die Feuerstellen oft weiter weg vom Rauchfang. Der Rauch wurde von dort zum Rauchfang geleitet, war dann weniger heiß und die Gefahr eines Kaminbrandes geringer", betont der Rauchfangkehrermeister.

    Probleme gibt es am ehesten bei alten Standardkesseln: "Dort kommt bei manchen alles hinein, was brennt." Auch Plastik und Windeln. Das ist zwar verboten, wird aber trotzdem gemacht. Dadurch wird nicht nur die Umwelt stark belastet, sondern auch der Rauchfang verpecht. "Grundsätzlich darf man nur damit heizen, wofür die Anlage vorgesehen ist", so Brandl. Was sind die großen Sünden? "Alles, was kein Brennmaterial ist." Brandl gibt zu bedenken: "Jeder braucht die Luft, auch der, der sie verpestet."

    Neuere Anlagen sind auch in dieser Hinsicht von Vorteil: Sie vertragen falsches Heizmaterial nicht. Da ist dann bald der Ofen aus. Brandl stellt auch fest, dass es durch die Kinder besser wird, "Die Umwelterziehung zeigt Wirkung - das greift." Bei Jüngeren sähe man kaum mehr alles, was brennbar ist, im Heizungskeller.

    HELMUT STEINER

    FAKTEN

    Nicht alles was brennbar ist, darf auch verheizt werden. Verboten sind u. a. Plastik, Windeln, Verpackungsmaterialien wie Tetrapacks und bedrucktes Papier (Hochglanzpapier). Dennoch landen sie in Heizungskesseln und bilden unverbrannte Rückstände.

    Entzündbares Pech entsteht durch überdimensionierte Heizungen, falsches Brennmaterial und falsche Bedienung.

    Bei Rauchfängen, die länger nicht benutzt wurden, besteht erhöhte Brandgefahr. Inspektion durch den Fachmann vor Inbetriebnahme ist notwendig.

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