Zeichen gegen Vermüllung
Die nächste Woche steht im Zeichen des steirischen Frühjahrsputzes. Im Bezirk Feldbach werden 3500 Teilnehmer freiwillig Müll sammeln.

Foto © SteinerUmwelt- und Abfallberater Neumeister, Zweifler und Derler mit AVW-Obfrau Liendl (2.v.l.)
Die Aktion ist auch dem Abfallwirtschaftsverband Feldbach ein wichtiges Anliegen, wie Obfrau Bürgermeisterin Emma Liendl betont. Sie hat aber einen wesentlichen Nachsatz: "Es muss Richtung Eigenverantwortung gehen. Das Aufrufen zum Sammeln allein kann es nicht sein." Jeder müsse bei sich selber anfangen. Dass sich durch viele kleine Schritte die Welt verändere, treffe auch beim Müll zu.
Zum vierten Mal findet die Aktion statt. Von 2008 bis 2010 hat sich die Menge des eingesammelten Mülls von zehn auf 17 Tonnen erhöht, so Umwelt- und Abfallberaterin Sieglinde Neumeister. Zwar hänge das auch mit der steigenden Teilnehmerzahl an der Aktion zusammen, man müsse sich aber dennoch fragen, wo das Umweltbewusstsein bleibe: "In den Schulen und Kindergärten wird viel getan - aber wenn das Vorbild der Eltern fehlt, funktioniert auch die Umsetzung nicht."
Rund 3500 Teilnehmer aus Gemeinden, von der Berg- und Naturwacht, den Feuerwehren und zahlreichen Schulen - sie machen rund zwei Drittel aus - sind heuer bei der konzertierten Aufräumaktion dabei. Man will damit auch die Menschen wachrütteln, Abfälle nicht einfach achtlos wegzuwerfen. Abfallberater Alfred Derler schränkt ein, dass nur rund zwei Prozent der Bevölkerung für die Vermüllung verantwortlich sind. Es gibt Überlegungen, dieses sogenannte Littering auch unter Strafe zu stellen. Derler: "Es wird im Landtag einen Vorstoß geben." Um eine entsprechende Wirkung zu erreichen, könnten beeidigte Personen die Vorschriften dann exekutieren. HELMUT STEINER
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Fünf Jahre dauert es, bis Kaugummis und Zigarettenkippen verrotten.
300 Jahre braucht Plastik dazu, 500 Jahre Alu, Glas 5000 Jahre.
3500 Teilnehmer der Aktion leisten rund 10.000 freiwillige Stunden.







