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    Zuletzt aktualisiert: 07.10.2009 um 22:10 UhrKommentare

    Heer unter Druck: Sprenggranate tötete Soldaten

    Bei der Explosion in einer Panzerhaubitze wurde 20-Jähriger getötet, ein 19 Jahre alter Steirer schwer verletzt. Über die Ursache gibt es nur Spekulationen. Am Dienstag um 11.00 Uhr werden erste Untersuchungsergebnisse präsentiert.

    Foto © APA

    Diesmal gab es auch Opfer: Ein 20-jähriger Korporal aus dem Burgenland wurde getötet und ein 19-jähriger Rekrut aus der Steiermark schwer verletzt, als am Truppenübungsplatz Allentsteig in einer Panzerhaubitze eine Granate explodierte. Nach dem glimpflichen Irrflug eines Geschosses am 16. September der nächste schwere Unfall auf dem Waldviertler Übungsareal.

    Panzerhaubitze M-109

    Es passierte am letzten Tag des Scharfschießens, das eine 280 Mann starke Einheit des Aufklärungs- und Artilleriebatallions 7 aus Feldbach seit Donnerstag in Allentsteig durchführte. Die Panzerhaubitze M-109 stand auf einem Feld am südwestlichen Rand des Übungsplatzes. Um 11.30 Uhr befanden sich der 20-jährige Kadersoldat Patrick W. aus dem Bezirk Jennerdorf und der Rekrut Andreas N. aus Feldbach mit zwei weiteren Soldaten im "Kampfraum". Wer von den beiden die 15 Kilo schwere Sprenggranate ins Rohr schob, ist unklar. Plötzlich gab es eine Explosion noch im Inneren des Geschützes.

    Der Kadersoldat war sofort tot, der schwer verletzte Oststeirer wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Landesklinikum St. Pölten geflogen. Akute Lebensgefahr besteht laut Bundesheer nicht. Die beiden anderen Soldaten und der Fahrer blieben unverletzt. Sie erlitten aber einen Schock und werden psychologisch betreut. Eine siebenköpfige Untersuchungskommission des Bundesheeres versucht jetzt die Hintergründe des Dramas aufzuklären. Die Detonation einer Granate im Geschütz gilt eigentlich als ausgeschlossen, möglicherweise ist ein Teil der Treibladung explodiert.

    Verteidigungsminister Norbert Darabos sagte am Mittwoch sofort alle Termine ab und versprach zügige Ermittlungen. Eine siebenköpfige Untersuchungskommission - mit einem erfahrenen Artilleristen als Leiter, einem rechtskundigen Offizier, je einem Spezialisten für Rohrwaffen, Munition, Ballistik und Geschützbedienung sowie einem Arzt - werde in Permanenz arbeiten, "wenn es sein muss auch die ganze Nacht, um Klarheit über die Unfallursache zu erlangen", betonte Darabos.

    Betroffenheit ist groß

    "Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen des verstorbenen Soldaten und des schwer verletzten Grundwehrdieners", so der Minister. Auch in der Von-der-Groeben-Kaserne in Feldbach herrscht nach dem Unglück tiefe Betroffenheit, öffentlich äußern durften sich die Soldaten dazu aber nicht. Anlässlich eines Truppenbesuches im Bundesland Salzburg brachte Bundespräsident Heinz Fischer ebenfalls seine Betroffenheit über den Unfall in Allentsteig zum Ausdruck. Er drückte den Angehörigen des getöteten Korporals seine Anteilnahme aus und übermittelte dem verletzten Soldaten Genesungswünsche.

    Auf dem Truppenübungsplatz im Waldviertel war es zuletzt am 16. September zu einem Zwischenfall gekommen. Im Zuge einer Gefechtsübung der Militärakademie Wiener Neustadt hatte eine fehlgeleitete Granate in ein Wohngebiet eingeschlagen. Das von einem Artilleriegeschütz M-109 abgefeuerte Geschoß detonierte am Ortsrand von Allentsteig im Raum Kalvarienberg. Verletzt wurde damals niemand. Sachschäden betrafen ein ziviles Fahrzeug, ein Loch im Asphalt, zu Bruch gegangene Fensterscheiben und beschädigte Fassaden.

    WILFRIED ROMBOLD

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    Foto © www.urbanistube.at

    Trauer um Patrick W.Foto © www.urbanistube.at

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