Düstere Daten am Tisch
Im Bezirk Feldbach bereitet die Wirtschaftskrise - laut ÖVP-Umfrage - den Menschen weit mehr Sorgen als in der übrigen Steiermark.

Foto © SchleichBernhard Rinner und Josef Ober präsentierten die Studie
Sind steiermarkweit 36 Prozent der Menschen unzufrieden mit ihrer Arbeitsmarktsituation, so liegt der Bezirk Feldbach mit 56 Prozent deutlich höher. Noch weiter klafft die Schere bei der Beurteilung der aktuellen Wirtschaftslage. "75 Prozent sind im Bezirk Feldbach unzufrieden, in der gesamten Steiermark sind dies 50 Prozent der Bevölkerung", legte ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Rinner anlässlich der Projektpräsentation "Der weiß-grüne Weg" in Feldbach düsteres Zahlenmaterial vor.
Versorgung mit Angeboten. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt gut schneidet der Bezirk hingegen bei der Versorgung mit Angeboten für die Familien ab. Sehr zufrieden ist man auch mit Schulen. Arg benachteiligt fühlt man sich jedoch angesichts der Straßenverbindungen, weil nach wie vor der Anschluss an die Südautobahn fehlt. "Ich denke aber, die Leute bemerken, dass sich auf diesem Gebiet etwas tut. Man denke an den Ausbau der B 68 und an den verbesserten Takt der Ost-Bahn", meinte der Landtagsabgeordnete Josef Ober zur Kritik der Bevölkerung.
Sicherheit. Zunehmend ein Thema seien, so Rinner, Sicherheit und die Kriminalitätsstatistik in den grenznahen Gebieten: "Steiermarkweit sind 13 Prozent der Bevölkerung mit der Sicherheitslage nicht zufrieden, im Bezirk Feldbach sind es mit 29 Prozent mehr als doppelt so viele." Mit der Ausländersituation zeigten sich 28 Prozent der Bewohner des Bezirkes unzufrieden. In der übrigen Steiermark seien es nur 17 Prozent der Bevölkerung, erklärte Rinner, der auch auf eine überdurchschnittliche Unzufriedenheit mit dem Wohnraumangebot verwies.
Pflegeangebote. Zufriedenheit herrsche hingegen mit den Pflegeangeboten. "Schade, dass durch die globale Krise die Stimmung im Vulkanland sinkt. Ich glaube aber, dass hier wieder Lösungen gefunden werden können, um die gedämpfte Stimmung zu bessern", zeigte sich Ober trotz allem optimistisch.









