Im Abfall steckt viel Geld
Der Abfallwirtschaftsverband Feldbach richtet sein Augenmerk künftig noch mehr auf die Nutzung von Müll als Wertstoff.

Foto © Helmut SteinerE-Schrott
Abfall ist ein begehrter Stoff und er bringt auch Geld. Das wurde bei der Versammlung des Abfallwirtschaftsverbandes Feldbach (AWV) in Gniebing mehrfach unterstrichen. Indiz dafür sind auch Angebote von Entsorgern, für Gemeinden Altstoffsammelzentren zu errichten und zu betreiben, um so Zugriff auf die Wert- und Reststoffe zu erhalten. Nicht zuletzt aber zeigt sich der Wert des Mülls im Blick auf eigene Projekte. Wie jenes zur Zerlegung und Entsorgung von Elektroaltgeräten (UMSO "FE-SCHER"). 19.000 Euro wurden 2007 damit verdient. "Eine gleich erfreuliche Bilanz wie 2006", so Abfallberater Walter Riedl. Weil es sich auch um ein Sozial-Projekt in Zusammenarbeit mit dem sozialökonomischen Betrieb Chamäleon handelt, hat man mit 1. Jänner den Zerlegetarif auf zehn Cent pro Kilogramm erhöht. Bei den arbeitsintensiven Kleingeräten stößt man bereits an die Kapazitätsgrenzen. "Die Lager sind bummvoll", so Abfallberater Alfred Derler. Bei den Bildschirmen könnte man die Mengen noch verdoppeln. Mit einem Leiharbeiter, der seit gestern tätig ist, steht ab sofort mehr Personal zu Verfügung. Beim Pro-Kopf-Aufkommen liegt man mit 5,1 Kilogramm um 25 Prozent über der von der EU vorgeschriebenen Sammelquote.
Schulungen. Verbandsobfrau Emma Liendl appellierte an die Gemeinden, ihre Mitarbeiter in den Altstoffsammelzentren verstärkt zu Schulungen zu schicken. Immer noch landen Altholz und Folien im Sperrmüll, was erhebliche Mehrkosten verursacht. Bei den Folien wird es im Bezirk am 8. und 9. April erstmals eine Sammelaktion geben.
Alttextilsammlung. Sehr positiv läuft die Alttextilsammlung: die Ware passt und es gibt kaum Fehlwürfe. Die Kleidungsstücke sollten aber nicht lose, sondern in (nicht zu große) Säcke verpackt eingeworfen werden, da es sonst Probleme mit dem Mechanismus der Behälter gibt.
Features
E-Schrott
256 Tonnen Elektroaltgeräte wurden 2007 zerlegt, insgesamt 16.269 Stück - 6045 davon waren Bildschirmgeräte.
Erlöse: 3000 Euro für Leiterplatten, 1200 Euro für Kupferkabel, 700 Aluminium.








