Festakt zum 50. Geburtstag der Weltmaschine
Ein Wunderwerkl feiert Geburtstag: Auch nach 50 Jahren hat Gsellmanns Weltmaschine nichts an Faszination eingebüßt.

Foto © Kleine Zeitung DIGITAL/Erwin ScheriauViele staunende Augen betrachteten die Weltmaschine
Die Schlange am Hof der Familie Gsellmann in Kaag bei Feldbach ist lang, denn alle wollen nur eines sehen: das Geburtstagskind. "Wann gibt's denn die nächste Führung?", ist die meist gehörte Frage. Die Sensation des Tages ist Franz Gsellmanns Weltmaschine, der Geburtstag ein runder.
Als Spinner abgetan. Vor 50 Jahren begann die Geschichte der Weltmaschine mit der Reise von Franz Gsellmann senior zum Atomium nach Brüssel, das den entscheidenden Anstoß zum Bau des Wunderwerks gab. Damals wurde der Bauer als Spinner abgetan, denn wozu baut man eine Maschine, die nichts produziert? Heute übt die Weltmaschine, Gsellmanns Wirklichkeit gewordener Traum, eine große Faszination auf jährlich 10.000 Besucher aus.
100 Einzelteile. Steht man vor der Maschine, sieht man nur ihre 100 Einzelteile: Trockenhaube und Waschmaschinengehäuse, Hulahoop-Reifen und Matratzenfedern, Mixer und Sirene, Kuckucksuhr und bunte Glühbirndln sind nur einige der skurrilen Bausteine. Doch stellt Gsellmanns Enkel, der ebenfalls Franz heißt, erst die zwölf verschiedenen Einschalt-Knöpfe an, beginnt die Faszination zu wirken. Klingelnd und quietschend blinken unzählige Lichter, Räder drehen sich und die Konstruktion wird zur leuchtenden Wunderwelt.
Freude bereiten. "Was macht denn die Maschine?", fragt der kleine Jamie mit großen Augen. "Sie macht, dass die Leute lächeln", antwortet seine Mutter. Und tatsächlich blickt man im Raum nur in strahlende Gesichter. Ein weiterer Besucher hat wohl verstanden, wie die Maschine zu ihrem Namen kam: "Teile aus der ganzen Welt sind hier vereint."
Inspiration. Dass die Maschine nicht nur Freude bereitet, sondern auch inspiriert, zeigte der Festakt zum 50. Geburtstag am Sonntag. Ein Buch, "Der Weltmaschinenroman", wurde von Autor Klaus Ferentschik präsentiert, die Volkskundlerin Dorothea Moick stellte ihre Dissertation über die Maschine vor und Peter Lackner komponierte ein eigenes Musikstück
Hunderte Gratulanten. Nach dem großen Staunen sorgten "Die Fehringer" mit ihrer Musik für Geburtstagsstimmung - und für das leibliche Wohl von Hunderten Gratulanten wurde mit Spanferkel, Maroni und Palatschinken gesorgt.
Inspiration hinaustragen. Ein Geburtstagswunsch bleibt Enkel Gsellmann: Die Inspiration der Maschine noch weiter in die Welt hinaustragen, sodass noch viele Träume Wirklichkeit werden können.










