Wo richtig gemixt und gerührt wird
In den Tourismusschulen Bad Gleichenberg wurde die weltweit erste Coke-Lehrbar eingerichtet. Dort lernen die Schüler, wie in einer Trend-Bar gearbeitet wird.
Schlicht ist die Coke-Bar gestaltet - grau, schwarz und weiß in Verbindung mit LED-Hintergrundbeleuchtung. "Es wurde auf die Funktion in Verbindung mit modernem Design Rücksicht genommen. Für die Schule ist es eine Ausbildungsbar, die auch bei Veranstaltungen genutzt werden wird", erläutert Wolfgang Haas, Direktor der Tourismusschulen Bad Gleichenberg.
Die Schule bietet als Zusatz die Barmann-Ausbildung an, die 35 Ausbildungsstunden umfasst. "Die Person, die hinter einer Bar steht, muss Showman, Seelentröster und resistent gegen oftmalige Wiederholungen der Gäste sein. Die Kenntnisse über die Produkte zu beherrschen, ist wesentlich", betont Ausbildungslehrer Willi Wolf, der lange Zeit hinter der Theke verbracht hat. In einer gut sortierten Bar, wie in der Coke-Lehrbar, stehen mehr als 100 verschiedene Sirupe und eine Vielzahl an alkoholischen Getränken, die der Barmann in all ihren Eigenschaften zu kennen hat: "Es gibt die Grundcocktails, auf denen aufgebaut wird. Wichtig ist auch die Farbenlehre für die Vermischung, die Geschmacksharmonie und die Fantasie des Mixers. Wird der Cocktail geschüttelt, wie ihn James Bond bevorzugt, bildet sich ein leichter Film an der Oberfläche. Richtig ist, dass ein Cocktail gerührt wird, wie es alte Vorschriften besagen" so Wolf.
Für den Begriff Cocktail - wörtlich: Hahnenschwanz - sollen Mixturen und Rituale bei Hahnenkämpfen in Südamerika Pate gestanden haben. Auf die Farben einer Hahnenfeder weisen die Pousse Cafés hin, bei denen die einzelnen Bestandteile des Getränks Schichten bilden, die sich nicht vermischen. In der Coke-Lehrbar wird auch Coca-Cola in Cocktails gemischt. JOHANN SCHLEICH








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