Nach Radau Maturafeier in Bad Gleichenberg abgesagt
Weil Schüler der Tourismusschule in Bad Gleichenberg randalierten, wurde Diplomfeier abgesagt. Eltern protestierten.

Foto © Erwin Scheriau/Kleine Zeitung DIGITAL
Schüler und Schülerinnen der Höheren Lehranstalt der Tourismusschulen Bad Gleichenberg zogen in der Nacht vor ihrem Diplomübergabefest lärmend und zerstörend durch den Kurort. Daraufhin sagte die Schulleitung kurzerhand die bevorstehende Diplomübergabefeier ab, worauf hin Eltern und Schüler die Schuldirektion heftigst kritisierten. Nach 90 Minuten Verspätung fand die Feier dann dennoch statt.
Polizeibericht. Über den Grund, die Diplomübergabefeier kurzerhand abzusagen, erklärte Dir. Helmuth Hölbing. "Die Polizei legte mir in der Früh einen Bericht vor, in dem die Schüler den Kurpark verunreinigten und die verschiedensten Objekte, wie Straßenlampen und Verkehrszeichen beschädigten. An der Schule kam es ebenfalls zu Beschädigungen und einige Schüler sind in der Früh stark betrunken in das Internat eingedrungen. Daraufhin entschieden wir uns, zur Absage der Feier" sagte Hölbing.
Nachtruhe gestört. Die Polizei hat die Schüler mehrmals zur Ruhe aufgefordert, nachdem sich die Bewohner von Gleichenberg in ihrer Nachtruhe massiv gestört fühlten. "Die Schüler haben nicht reagiert. Es lagen Delikte wie Ordnungsstörungen und Sachschaden vor, was wir zur Anzeige brachten" erklärte Franz Mittermeier von Polizeiposten Bad Gleichenberg.
Schock. Für viele Eltern war die Absage der Diplomfeier ein Schock. "Eltern und Verwandte der Schüler sind oft mehrere hundert Kilometer zur Feier gefahren, die dann eine Stunde vor Beginn abgesagt wurde" sagte Siegfried Lanz aus Passail entzürnt. Gerhard Müller aus Graz meinte, dass die Angelegenheit Sache der Polizei und nicht der Schule sei und dass für das Vergehen Einzelner nicht alle bestraft werden können.
Aus Schweden angereist. Besonders betroffen zeigte sich Rainer Thormann aus Stallhofen: "Ja, ich weis schon, dass es zu Verunreinigungen im Kurort gekommen ist. Doch eine so wichtige Feier abzusagen, wo Leute auch aus dem Ausland, wie bei uns jemand aus Schweden gekommen ist, kann nicht sein".
Nach längeren Verhandlungen mit Eltern und den Vertretern der Elternorganisationen entschied man sich die Feier verspätet abzuhalten. Von den Eltern der Schüler und Schülerinnen wurde eine Verhaltensdarstellung mit Unterschriften an den Landesschulrat geschickt, in der Aufklärung über die Situation gefordert wird.







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