Therme Stegersbach wechselt Besitzer
Das Burgenland verkaufte die Therme Stegersbach an Tiroler Hotelier Karl Reiter. Kaufpreis wird verschwiegen, Investitionen sollen folgen.

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Der Kaufpreis war "nicht optimal", heißt es seitens der Wirtschaftsservice Burgenland Aktiengesellschaft (Wibag). Um wie viele Euro der Hotelier Karl Reiter das Thermenresort Stegersbach der Wibag abgekauft hat, will niemand verraten: Intern wurde Stillschweigen vereinbart.
Fest steht, dass die Wibag - zu 100 Prozent Tochter des Landes Burgenland - mehr Geld ins Wellness-Ressort investierte als sie durch den Kauf hereinbekam. Trotzdem ist Wibag-Vorstand Franz Kast zufrieden, zumal die damaligen Investitionen in erster Linie als "Infrastrukturmaßnahme" gedacht gewesen seien. Seit die burgenländische Aktiengesellschaft die Therme im Jahr 2000 von Robert Rogner übernommen hatte, seien 800 Arbeitsplätze und 20 Betriebe entstanden. "Man muss die Therme immer als Gesamtprodukt sehen", betont Kast.
Zufall.
Bis 2010 sollen die Unternehmen der Wibag privatisiert werden. Warum der Verkauf der Therme Stegersbach schon jetzt über die Bühne ging, ergab sich mehr oder weniger durch einen Zufall. Die Wibag wollte eigentlich die Sonnentherme in Lutzmannsburg verkaufen.
Im Zuge dessen interessierten sich auch Bieter für die Therme Stegersbach. Während Lutzmannsburg nach wie vor der Wibag gehört, wurde die Therme Stegersbach verkauft. Unter den vier Interessenten machte der Tiroler Hotelier Karl Reiter das beste Angebot und das Rennen um das Thermenresort.
Kein Unbekannter.
Der Tiroler ist im Burgenland mittlerweile kein Unbekannter. mehr. In Bad Tatzmannsdorf gehören ihm zwei Nobelhotels, wo er mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt. Investitionen in die Therme Stegersbach hat Reiter bereits zugesagt.
Das Thermenresort wird weiterhin öffentlich bleiben und zukünftig vor allem Familien als Zielgruppe ansprechen. Golf könnte in Stegersbach als Breitensport präsentiert werden, so der Hotelier.










