Müllverbrennung Heiligenkreuz: Die Größe ist das Problem
Greenpeace kritisiert Dimension und Einzugsgebiet der geplanten Müllverbrennung in Heiligenkreuz/L. Technik der Anlage stellt man nicht in Frage.

Foto © BegasDer geplante Müllofen - ein Überblick
Nach Aktionen vor der österreichischen Botschaft in Budapest, bei der Begas in Eisenstadt und der Hauptversammlung der Begas-Gemeindeanteilsverwaltung AG in Steinbrunn protestierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace erstmals am geplanten Standort für die umstrittene Müllverbrennungsanlage im Wirtschaftspark Heiligenkreuz/L. Rund 40 Aktivisten versuchten mit Heliumballons ein Transparent auf jene 96 Meter Höhe zu bringen, die der Schornstein der Verbrennungsanlage haben soll. Damit sollte am gestrigen Nachmittag, den Greenpeace mit den Bürgerinitiativen Bigas und Pronas (aus Ungarn) als Informationsveranstaltung für Bevölkerung initiiert hatte, eine weithin sichtbare Botschaft gegen Mülltourismus in den südburgenländischen Himmel ragen.
Woher kommt der Müll? Denn die entscheidende Frage für Greenpeace lautet: Woher kommt der Müll? Der seitens der Begas genannte Radius von 250 Kilometern reicht bis Brünn, Budapest, Koper, Italien und an die bayrische Grenze. "Regionale Abfallwirtschaft ist unsere Bedingung. 100 Kilometer wären für uns akzeptabel", so Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster. Mindestens 80 Prozent müssten per Bahn angeliefert werden. "Die Technik und das, was beim Schornstein hinauskommt, sind nicht unser großes Problem. Das liegt beim Feinstaub und der entsteht vor allem über den Zulieferverkehr", so Schuster, der als dritte Bedingung die Schadstofffreiheit des Mülls - also kein PVC nennt. Denn daraus entstehen bei der Verbrennung Dioxine. Die Anlage sei auf dem üblichen Stand der Technik, aber keine Musteranlage.









