Frostig und trocken sagt vielen Bauern zu
Der bisherige Winter begünstigt die Forstwirtschaft, der Obstbau leidet unter Niederschlagsmangel. Die Imker sind zufrieden.

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Wenn es mit dem Niederschlag so weiter geht, sieht's mit dem Grundwasser nicht so rosig aus", meint Hubert Vorraber, Sekretär der Bezirkskammer für Land- und Forstwirtschaft Feldbach, auf die Frage, wie zufrieden die Landwirte mit dem heurigen Winter sind. Und nicht nur für die Grundwasserversorgung in der Region, auch für die Wälder sei so ein schneearmer Winter, wie der heurige, gefährlich, denn "schließlich brauchen auch Pflanzen Flüssigkeit, um überleben zu können".
Forstwirte.
Für die Forstwirte ist dieser Winter gut geeignet, um Holz zu bringen. Die geringen Schneemengen und der gefrorene Boden ermöglichen den Forstarbeitern eine einfache und gefahrlose Bringung. "Viel Holz wurde heuer jedoch noch nicht geschlägert. Der letzte Winter war so mild, dass man vom erbrachten Holz nicht viel gebraucht hat und daher einiges übrig geblieben ist", berichtet Josef Trummer, Obmannstellvertreter des Waldverbandes Südoststeiermark.
Getreidebauern.
Für die Getreidebauern mit ihren bereits angesäten Winterkulturen wäre es nicht von Vorteil, würde es noch einmal zu Neuschnee kommen. "Es besteht, auf Grund des ständigen Wechsels zwischen Schneefall und Tau, die Gefahr des so genannten Auswinterns, das heißt die Kultur kann durch Verpilzung und Abreißen der Wurzel beschädigt werden", so Vorraber.
Niederschlag gefragt.
Ganz anders sieht die Lage bei den Obstbauern aus. "Für uns wäre Niederschlag in den nächsten Wochen sehr wichtig", unterstreicht Rupert Gsöls, Obstbauer aus Raabau. "Die Bäume sollen auch merken, dass Winter ist, es herrscht ja Vegetationsruhe".
Baumschnitt.
Gsöls hat den nötigen Baumschnitt schon im Dezember, "als es draußen noch schön war", erledigt und setzt das fort, sobald die Tage wieder länger werden. "Bei Temperaturen unter Minus zehn Grad Celsius und zu starkem Frost besteht die Gefahr der Austrocknung an den Schnittstellen", ergänzt Gsöls.
Positive Wirkung.
Der Frost bringt aber auch eine positive Wirkung mit sich, weiß Kurt Tauschmann, Fürstenfelder Bezirkskammerobmann: "Durch ihn kommt es zur so genannten ,Frostgarre', das heißt, der dadurch aufgesprengte Boden wird im Frühjahr leichter bearbeitbar und erhält zu dem Unterstützung durch das Schmelzwasser."
Zufrieden.
Auch die Imker sind mit diesem Winter sehr zufrieden. "Er stellt kein Problem dar, die anhaltende Kälte ist perfekt", meint Alois Rauch, Obmann des Bienenzuchtvereins Feldbach. "Kommt es zu milderen Temperaturen, würden die Bienen getäuscht werden und ausfliegen", erläutert Rauch. Die Bienen sind nun in der so genannten "Winterruhe" und wärmen sich gegenseitig.
Für den Imker selbst bleibt über die Wintermonate wenig Arbeit übrig. Rauch: "Nur Vorbereitungsarbeiten für den Frühling sind zu erledigen."









