Betrugsverdacht nach inszeniertem Unfall
Landwirt wollte nach Mähdrescherunfall 80.000 Euro von Versicherung. Komplize (30) geständig.

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Einem mutmaßlichen Versicherungsbetrüger konnte das Landeskriminalamt das Handwerk legen. Ein Unfall mit einem Mähdrescher des Landwirten stellte sich im Nachhinein nämlich als inszeniert heraus. Der Lenker und Komplize des 52-Jährigen ist geständig. Der Verdächtige selbst nicht, er sitzt in Haft. Die Ermittler nehmen nun auch andere Unfälle mit Mähdreschern, bei denen Versicherungen Millionenbeträge ausbezahlt haben, genauer unter die Lupe.
Mähdrescher. Von seinem Vater hatte Walter E. (52) aus dem Bezirk Feldbach den Betrieb übernommen und sich darauf spezialisiert, Landwirten gegen Bezahlung Mähdrescher samt Fahrer zur Verfügung zu stellen. Dabei kam es immer wieder zu Unfällen: Von 1989 bis 2006 wurden 19 Mähdrescher durch Brände zerstört, Schadenszahlungen in Millionenhöhe wurden ausbezahlt. "Nur in einem der Fälle konnte dem Verdächtigen bisher ein Versicherungsbetrug nachgewiesen werden, dafür wurde er auch verurteilt", so Harald Stranz von der Brandgruppe des LKA.
Ermittler. Kein Wunder also, dass die Ermittler hellhörig wurden, als eine Versicherung im März 2007 Zweifel an einem Unfall mit einem Mähdrescher des 52-Jährigen anmeldete. Ein Oststeirer (30) war mit dem Arbeitsgerät angeblich aufgrund eines technischen Gebrechens über eine Böschung abgestürzt. Am Mähdrescher entstand ein Schaden von 80.000 Euro. "Wir konnten mit Hilfe von Sachverständigen klären, dass sich der Unfall nicht wie angegeben ereignet haben kann", führt Stranz aus. Bei einer neuerlichen Einvernahme des Unfalllenkers legte der 30-Jährige ein Geständnis ab. Aus Mitleid wegen der finanziellen Probleme des Feldbachers habe er den Unfall inszeniert. 1000 Euro hätte er dafür kassieren sollen, nun wurde er auf freiem Fuß angezeigt. Der Hauptverdächtige wurde verhaftet, er leugnet alle Vorwürfe.










